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Ein medialer PR-Gau
Beat Jans´ Lachen in Crans-MontanaEin medialer PR-Gau

Beat Jans´ Lachen in Crans-Montana

Ein medialer PR-Gau
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Ein medialer PR-Gau

Jeder kennt es, es gibt Momente, die ernst sind, aber man ist irgendwie gerade nicht wirklich in ernster Stimmung, muß lachen. Man konnte sich „das Lachen nicht verkneifen“, wie der Volksmund dazu sagt.

Bei über 40 Toten und 116 großteils schwer verletzten Menschen, überwiegend im Kindes- und Jugend-Alter sollte man sich jedoch soweit beherrschen.

Zumal, wenn gerade die ganze Welt auf einen schaut, vom ganzen Globus Medien und Kameramannschaften angereist sind. Und man einen Blumenstrauß für die Toten und (schwer) Verletzten niederlegt.

Beat Jans ist dies anläßlich der Katastrophe von Crans-Montana leider nicht gelungen.  Die bedrückenden Bilder des amüsiert scheinenden, lachenden Bundesrats gingen um die Welt. Viele im In- und Ausland haben dies als pietätlos empfunden.

Der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard machte alles richtig, Bundesrat Beat Jans alles falsch

Körpersprache und Mimik sollten mit dem gesprochenen Wort übereinstimmen, sonst ist das Gesagte nicht glaubhaft. Wer von tiefer Betroffenheit und Mitgefühl spricht sollte dabei nicht grinsen oder amüsiert lachend schauen.

Es war ein Bild, das widersprüchlicher kaum erscheinen hätte können. Der Walliser Staatsrat und gegenwärtig amtierende Präsident desselben, sein SP-Parteigenosse Mathias Reynard, tieftraurig und demütig mit gesenktem Kopf. Daneben Bundesrat Beat Jans, der sich zu amüsieren scheint und sogar lacht.

Ort der Szene: Die Pressekonferenz zur Brandkatastrophe von Crans-Montana.

Die Folgen: An zahlreiche Redaktionen gingen Mails dazu ein, so auch bei dieser Publikation:

In einem Artikel der Weltwoche wird explizit ein Foto erwähnt, das Jans lachend vor der Pressekonferenz zeigt, und es als Teil eines „Betroffenheits-Schaulaufens“ kritisiert. Der Text beschreibt hämische Kommentare auf X und wirft Jans Heuchelei vor, da er sich als mitfühlender Vater inszeniere.

Sein „dämliches Grinsen“ passe perfekt zum heuchlerischen Auftritt in Crans-Montana, wo er sich als mitfühlender Vater inszeniere, so einer dieser bitterbösen Vorwürfe an den Bundesrat.

Andere Kommentare zu Beat Jans Auftritt in Crans-Montana fallen in sozialen Medien nicht positiver aus:

Bilder vom Lachen Beat Jans in Crans-Montana gingen viral.
Bilder vom Lachen Beat Jans in Crans-Montana gingen viral. (X)

Schlechte PR für das Wallis und die Schweiz: Beat Jans´Lachen an Pressekonferenz anläßlich der Katastrophe von Crans-Montana

Schlechte PR für das Wallis und die Schweiz: Beat Jans´Lachen an Pressekonferenz anläßlich der Katastrophe von Crans-Montana (X)

Beat Jans in Crans-Montana: Reden sollte man reden, nicht ablesen

Was ist glaubwürdiger: Jemand, der aus freien Stücken ein paar Worte spricht, redet – oder jemand, der eine Rede, die er offenbar nicht mal kennt, also nichtmal er selbst verfaßt hat, mit nach unten gesenktem Kopf vom Blatt abliest.

Die kurzen Worte, die Beat Jans sprach bzw. die kurzen Zeilen, die Beat Jans las, waren vom Blatt abgelesen. Bevor er redete beziehungsweise vom Blatt ablas ließ er sich sogar noch das Blatt mit dem Text reichen, er hatte es offenbar nichtmal bei sich. PR-mäßig ein Beispiel, wie man es auf gar keinen Fall machen darf. „Von seiner Rede ist nichts hängengeblieben„, konstatiert denn auch Journalist Lukas Hässig in einem Beitrag. Ein Kommentarschreiber dort kritisiert das „dümmliche Grinsen“ von Beat Jans in Crans-Montana ebenfalls:

 

Zum Glück hat er nicht noch die ganze Redezeit bzw. Lesezeit so dümmlich amüsiert gegrinst. Aber schön ist all das nicht. Besonders nicht bei einem Bundesrat und erfahrenen Politiker. Bei solch einem tragischen Ereignis wie in Crans-Montana. Bei dem nebst der ganzen Welt vor allen Dingen auch die Angehörigen auf die Schweiz, auf das Wallis blicken.

Katastrophe von Crans-Montana: Suche nach GerechtigkeitZwischen Aufklärung und Schuldsehnsucht

Klaus Stöhlker zur Kommunikation der Behörden bei der Katastrophe von Crans-MontanaMehr Freiheit, Sire. Das ist der Ernstfall.

(rm)
(Videoausriß unten: Ausschnitt aus Beitrag des Staatsfernsehens SRF)

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