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Ein Vierteljahrhundert gelebter Zusammenhalt und Einsatz zugunsten des Kulturerbes
25 Jahre Stiftung Stockalperturm GondoEin Vierteljahrhundert gelebter Zusammenhalt und Einsatz zugunsten des Kulturerbes

25 Jahre Stiftung Stockalperturm Gondo

Ein Vierteljahrhundert gelebter Zusammenhalt und Einsatz zugunsten des Kulturerbes
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Am Samstag des 07.11.2026 fand in Gondo die Feier zum 25. Jubiläum der Stiftung Stockalperturm Gondo statt. Gemeindepräsident Daniel Squaratti durfte neben der örtlichen Bevölkerung viele weitere Besucher begrüssen. Er erklärte, dass als offizielles Gründungsjahr zwar das Jahr 2002 vermerkt und die Eintragung im Handelsregister erst im Jahr 2003 erfolgt sei, der Gründungsentscheid gemäss Zeitzeugen jedoch bereits im Jahr 2001 gefällt worden sei.

Nach einer kurzen Ausführung zur Geschichte des Gebäudes sprach er auch das Unwetter vom 14.10.2000 an, bei welchem der Stockalperturm schwer beschädigt wurde. Er sagte: „Doch wie ein standhafter Bergbewohner, welcher seiner Heimat nicht den Rücken kehrt und in seinem Dorf bleibt, blieb auch der Stockalperturm in Gondo stehen“.

Der Gemeindepräsident erinnerte daran, dass das Gebäude nur dank der grosszügigen Spenden aus der ganzen Schweiz wieder aufgebaut werden konnte.

Stiftungsratspräsident und Nationalrat Lars Guggisberg erklärte, dass sich die Natur nicht an Gesetze und Verordnungen halten würde und sich schlussendlich immer durchsetze. Man könne nicht alle Gefahren ausschliessen. Katastrophen würden uns zeigen, wozu Menschen fähig seien. Wenn Existenzen auf dem Spiel stehen, würden keine grossen Worte, sondern Taten zählen. Genau diesen Zusammenhalt habe die Bevölkerung von Gondo nach der Katastrophe eindrücklich vorgelebt. Menschen hätten angepackt und gemeinsam nach vorne geschaut. Er sagte: „Der Stockalperturm steht für Unternehmergeist und vor allem für Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen“.

Als weiterer Programmpunkt stellte die Autorin Anicia Kohler ihr neues Buch „Wenn der Berg kommt“ vor. Darin befinden sich Erfahrungsberichte von Menschen, welche Naturkatastrophen erlebt haben. In diesem Buch kommen auch Bewohner aus Gondo zu Wort. Neben Erklärungen las die Autorin auch einige Ausschnitte aus dem Buch vor. Ihre Ausführungen waren sehr einfühlsam und berührend.

Nach dem Mittagessen leitete der Stiftungsrat und Ehrenburger Roland Squaratti eine Führung durch den Stockalperturm. Hierbei erzählte er von seinen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Stockalperturms und der Gründung der Stiftung.

Zum Abschluss stellte Andreas Weissen das Buch „Schmugglerlandschaften“ vor. Ein Abschnitt dieses Werkes ist auch dem Grenzdorf Gondo gewidmet, in welchem seinerzeit bekanntlich eine rege Schmugglertätigkeit herrschte.

Die Teilnehmer liessen den Anlass im Restaurant des Stockalperturms gemütlich ausklingen. Der Tag wurde durch die Stiftung Stockalperturm Gondo und die Gemeinde Zwischbergen organisiert.

Die Organisatoren dankten den Referenten wie auch den Teilnehmern für ihr Mitwirken.

Stockalperturm heute mit Hotelbetrieb

Der Stockalperturm in Gondo im Kanton Wallis in der Schweiz wurde in den Jahren 1666 bis 1685 von Kaspar Jodok von Stockalper erbaut. Er steht am Eingang zur Gondoschlucht.

Die Baukosten beliefen sich auf 7,6 Millionen Franken, welche grossteils von Spenden kamen. Um den Stockalperturm touristisch zu beleben wurde der umgebaut.

In der Örtlichkeit wird heute ein Hotel betrieben, das man hier buchen kann.

(pd)
(Fotos: zVg)

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