Rahel Pirovino-Indermitte ist neue Präsidentin von Oberwallis Verkehr & TourismusOVT mit Podiumsdiskussion zum Lötschbergbasistunnel-Ausbau
Die Mitglieder des OVT – Oberwallis Verkehr & Tourismus haben Rahel Pirovino-Indermitte zur neuen Präsidentin gewählt. Sie folgt damit auf Thomas Egger, der das Amt seit 2019 innehatte. Die Wahl der neuen Präsidentin erfolgte an der Generalversammlung in Naters.
Im Anschluß an die Generalversammlung fand eine Podiumsdiskussion zum bevorstehenden Doppelspurausbau des Lötschbergbasistunnels statt. Der Doppelspurausbau kann für das Oberwallis ebenso neue Impulse auslösen, wie bereits der vor knapp 20 Jahren eröffnete Basistunnel.
Die Mitglieder des OVT haben an der Generalversammlung vom 16. September 2026 in Naters Rahel Pirovino-Indermitte zur neuen Präsidentin gewählt. Rahel Pirovino-Indermitte wohnt in Steg und vertritt den Bezirk Westlich Raron seit 2021 im Grossen Rat.
In ihrer Antrittsrede zeigte sie sich sichtlich erfreut über das neue Amt und will sich mit allen Kräften für den Verkehr und Tourismus im Oberwallis einsetzen. Insbesondere will sie die Anliegen des OVT noch verstärkt in den Grossen Rat in Sitten einbringen.
Rahel Pirovino-Indermitte ist die erste Frau an der Spitze des OVT. Sie folgt damit auf Thomas Egger, der von 2017 bis 2019 zuerst als Vizepräsident amtete und ab 2019 das Präsidium übernahm. Unter der Leitung von Thomas Egger gelang es, den OVT strategisch neu zu positionieren und die Finanzlage des Vereins wieder auf gesunde Beine zu stellen.
Neue Impulse dank Doppelspurausbau des Lötschbergbasistunnels
Im Dezember 2007 wurde der Lötschbergbasistunnel eröffnet. Dieses wichtige Verkehrsprojekt löste für das Oberwallis zahlreiche neue Impulse aus und ermöglichte den bis heute anhaltenden Lonza-Boom. Der OVT zeigte diese Wirkungen bereits an einem ersten Anlass am 30. April 2026 auf. Doch der Lötschbergbasistunnel blieb beim Bau unvollendet.
Der Basistunnel ist nur auf 13 Kilometer Länge doppelspurig in Betrieb. Auf 14 Kilometern ist die zweite Röhre zwar ausgebrochen, aber nicht bahntechnisch ausgerüstet.
Und auf sieben Kilometern ist die zweite Röhre gar nicht ausgebrochen. Die Folge ist, daß der Tunnel sein volles Potenzial nicht ausschöpfen kann und anfällig auf Störungen ist.
„Das zeige sich immer wieder, wenn ein Zug stecken bleibt oder etwa Wasser im Tunnel einbricht“, so OVT.
Der Doppelspurausbau sei deshalb dringend nötig und von der Politik beschlossen. Im Juni 2026 fand mit der Einweihung des Informationszentrums in Frutigen quasi der Startschuß zum Doppelspurausbau statt.
Geplant ist, daß der Betrieb der zweiten Röhre voraussichtlich im Jahr 2035 aufgenommen wird. Im Hinblick auf diesen Doppelspurausbau ist der OVT an der Podiumsveranstaltung vom 16. September 2026 der Frage nachgegangen, welche neuen Impulse dieser Ausbau auslösen und wie sich das Oberwallis optimal darauf vorbereiten kann.
Podiumsdiskussion zum Doppelspurausbau
An der Podiumsdiskussion nahmen teil:
- Tamar Hosennen, Geschäftsleiterin Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis
- Stefan Burgener, Sektionschef öffentlicher Verkehr, Kanton Wallis
- David Fattebert, Regionenleiter Westschweiz der SBB
- Christian Nellen, Verantwortlicher Planung und Rollmaterial RegionAlps
- Xavier Gertschen, Leiter Unternehmensentwicklung / Mitglied GL MG-Bahn
Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, daß der Doppelspurausbau dringend nötig ist und weitere positive Impulse für das Oberwallis auslösen wird. Dank dem Doppelspurausbau wird ein durchgehender Halbstundentakt zwischen Bern und Visp möglich sein.
Das hat positive Konsequenzen für die Pendler sowie für den Tourismus. Das Oberwallis wird damit als Wohn- und Arbeitsort sowie als Ferienziel nochmals attraktiver. Dank dem Doppelspurausbau wird der Basistunnel auch weniger störungsanfällig.
Damit die Potenziale der verbesserten Erreichbarkeit genutzt werden können, müssen sich die Verkehrsunternehmen im Oberwallis entsprechend vorbereiten.
Bereits die Inbetriebnahme des Basistunnels im Jahr 2007 führte zu einem massiven Ausbau des Angebots auf den Linien von Postauto, RegionAlps und der Matterhorn-Gotthard-Bahn.
Diese Angebote müssen im Hinblick auf die voraussichtlich nochmals steigenden Passagierzahlen nach Inbetriebnahme des Doppelspurtunnels weiter ausgebaut werden. Für den Tourismus wird wichtig sein, die verbesserte Erreichbarkeit frühzeitig zu kommunizieren und entsprechende Angebote zu entwickeln und zu vermarkten.
(pd, rm)
(Foto: OVT)


