Ausfuhr von Kriegsmaterial im Jahr 2025948.2 Millionen an Kriegsmaterial in 64 Länder exportiert
Schweizer Unternehmen haben 2025 gestützt auf Bewilligungen des SECO für CHF 948.2 Mio. Kriegsmaterial in 64 Länder exportiert. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme um knapp 43 Prozent und einem Anteil von 0.21 Prozent an der gesamten Warenausfuhr der Schweizer Wirtschaft.
Die gesamte Warenausfuhr aus der Schweiz ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent höher ausgefallen. Die Kriegsmaterialausfuhren verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr eine noch deutlichere Zunahme, und zwar um CHF 283.5 Mio. auf CHF 948.2 Mio. Dies entspricht einer Veränderung gegenüber 2024 um knapp 43 Prozent. Damals wurde Kriegsmaterial im Wert von CHF 664.7 Mio. exportiert.
Größter Abnehmer ist Deutschland
Die fünf Hauptabnehmerländer waren Deutschland mit Lieferungen im Wert von CHF 386.4 Mio., gefolgt von den USA mit CHF 94.2 Mio., Ungarn mit CHF 63.4 Mio., Italien mit CHF 62.2 Mio. und Luxemburg mit CHF 47.4 Mio.
Grössere Geschäfte in der Berichtsperiode waren die Ausfuhren von diversen Munitionsarten und Munitionskomponenten (CHF 215.0 Mio.) sowie von gepanzerten Fahrzeugen und deren Bestandteile nach Deutschland (CHF 124.8 Mio.), von diversen Munitionsarten und Munitionskomponenten nach Ungarn (CHF 62.8 Mio.), von Bestandteilen für Geschütze nach Italien (CHF 49.7 Mio.) und von Bestandteilen für Kampfflugzeuge nach den USA (39.8 Millionen Franken).
Rund 91 Prozent (2024: 85 %) des ausgeführten Kriegsmaterials waren für Länder des Anhangs 2 der Kriegsmaterialverordnung (KMV) bestimmt, die allen vier internationalen Exportkontrollregimen für die Kontrolle strategisch sensibler Güter angehören (Gruppe der Nuklearlieferländer, Australiengruppe, Raketentechnologiekontrollregime, Wassenaar Vereinbarung).
Aufgeteilt nach Kontinenten machten die Exporte nach Europa 86.14 Prozent (2024: 81.14%) aller Ausfuhren aus, nach Amerika 10.37 Prozent (12.33%), nach Asien 3.26 Prozent (6.38%), nach Australien 0.20 Prozent (0.01%) und nach Afrika 0.03 Prozent (0.13%).
Betrachtet man die Kategorien von Kriegsmaterial (Anhang 1 der KMV), dann entfielen im Jahr 2025 43.22% der Ausfuhren auf Munition sowie Munitionsbestandteile (Pos. KM 3) und 23.66% auf gepanzerte Fahrzeuge sowie deren Bestandteile (KM 6). 10.37% entfielen auf Waffen jeglichen Kalibers sowie dazugehörige Bestandteile (KM 2), 6.34% auf Bestandteile zu Kampfflugzeugen (KM 10), 5.87% auf Feuerleiteinrichtungen sowie dazugehörige Bestandteile (KM 5), 4.49% auf militärische Explosiv-, Brenn- und Treibstoffe (KM 8) und 3.90% auf Kleinwaffen sowie Waffenbestandteile (KM 1).
Die restlichen 2.15% verteilten sich auf fünf weitere Kategorien.
Abnahme des Werts der erteilten Bewilligungen bei den besonderen militärischen Gütern
Das SECO veröffentlicht ebenfalls eine Statistik zu den erteilten Einzelbewilligungen von besonderen militärischen Gütern des Anhangs 3 der Güterkontrollverordnung (u.a. Schutzausrüstung für zivile Flugzeuge, Nachtsicht- und Wärmebildgeräte, Lacke für Signaturunterdrückung, elektronische Störausrüstung, ballistische Schutzausrüstung, Beobachtungsdrohnen, Landeführungssysteme für Drohnen, Simulationsausrüstung). Der Gesamtwert der nach den Kriterien der Güterkontrollgesetzgebung neu erteilten Einzelbewilligungen belief sich 2025 auf 30.2 Millionen Franken (2024: 73.6 Millionen).
(pd, rm)
