Die SEA Sportbahnen Eischoll-Augstbordregion AGStarker Februar rettete die SaisonSportbahnen Eischoll mit kleinem Gewinn trotz schwierigem Saisonstart
Anders als bei den Zermatt Bergbahnen, bei denen der Februar ein schlechter Monat war verzeichnete man beiden Sportbahnen Eischoll im Februar einen guten Monat.
Die SEA Sportbahnen Eischoll-Augstbordregion AG hat das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem kleinen Gewinn abgeschlossen. Der Personenverkehrsertrag blieb mit rund 339’000 Franken knapp zehn Prozent unter dem Vorjahr. Gute Pistenverhältnisse ab Mitte Januar und ein starker Februar kompensierten einen schwierigen Saisonstart nahezu, wie die Unternehmung berichtet.Â
Auf die erfolgreiche Sommersaison folgte ein schwieriger Start in den Winter: Wegen des warmen Wetters konnten die Sportbahnen am 20. Dezember 2025 zunächst nur die untere Sektion und den Kinderlift öffnen. Die geplante Eröffnung des Nachtskifahrens mußte verschoben werden. Erst die tieferen Temperaturen an Silvester ermöglichten eine intensive technische Beschneiung. Wie ein Geschenk vom Himmel setzte dann Anfang Januar endlich Schneefall ein. Ab Mitte Januar und während des gesamten Februars bot das Gebiet gute bis sehr gute Pistenverhältnisse.
«Und dies erfreulicherweise bis zum planmässigen Ende der Wintersaison am 19. März 2026», berichtet Jean-Claude Clausen, VR-Präsident der Sportbahnen.
Nachtskifahren und Sommerbetrieb
Mit dem Nachtskifahren starteten die Sportbahnen am 2. Januar 2027. Dieses Angebot wurde während der gesamten Saison sehr gut genutzt. Am 20. Februar 2027 wurde mit 649 Durchgängen sogar ein neuer Rekord verzeichnet.
Auch der Sommerbetrieb vom 28. Juni bis 17. August 2025 verlief erfreulich. «Die Zahl der Durchgänge stieg gegenüber dem Sommer 2024 von 3429 auf 4855, ein Plus von rund 42 Prozent», so Jean-Claude Clausen.
Egal ob Sommer oder Winter: Ein Erfolgsfaktor ist der Magic Pass, der erneut maßgeblich zum Geschäftsergebnis beitrug.
Kleiner Jahresgewinn
Der Personenverkehrsertrag sank von 375’347 auf 339’332 Franken. Der gesamte betriebliche Ertrag betrug 463’097 Franken gegenüber 481’392 Franken im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag bei 30’918 Franken gegenüber 83’268 Franken im Vorjahr.
Unter dem Strich verblieb ein Jahresgewinn von 648 Franken; im Geschäftsjahr 2024/2025 waren es 27’205 Franken. Höhere Kosten für Unterhalt, Reparaturen und Fahrzeuge belasteten das Ergebnis. Die deutlich höheren Einnahmen beim Sponsoring sorgten hier hingegen für Entlastung.
Freiwillige Helfer und technische Herausforderungen
Der Betrieb stützte sich erneut auf den Einsatz vieler freiwilliger Helfer. Allein bei den Arbeiten während der Wintersaison und beim Nachtskifahren beziffert der Geschäftsbericht die eingesparten Lohnkosten auf rund 40’000 Franken. Freiwillige bereiteten unter anderem die Pisten, Liftanlagen und technische Beschneiung vor und unterstützten im laufenden Betrieb.
Aus technischer Sicht war die Saison von mehreren Reparaturen geprägt. Einen Motorschaden am Pistenfahrzeug PB300 behob das Team kurz vor Saisonbeginn innerhalb eines Tages.
Starke Winde führten zeitweise zu Betriebsunterbrüchen; beim Skilift verursachten die Gehänge für die Liftbügel wiederholt kurze Stopps.
Blick auf die kommende Saison
Was wünscht sich VR-Präsident Jean-Claude Clausen für die kommende Saison 2026/2027?
«Wir hegen große Hoffnung, daß uns der Winter schon während der für das Geschäftsjahr wichtigen Weihnachtszeit treu sein wird.» Zudem ist er überzeugt, daß der “Magic Pass” weiterhin für neue Gäste im Ski- und Wandergebiet sorgen wird.
Weil die Gruppenunterkunft Metjen vor einiger Zeit wieder reaktiviert werden konnte, ist Clausen betreffend neue Gäste doppelt zuversichtlich.
Investitionen stehen bevor
Ein wichtiges Thema wird in den kommenden Jahren die Investitionsplanung sein. Neue gesetzliche Vorschriften werden insbesondere beim Skilift große Kosten verursachen. Dort steht der Austausch von Steuerung und Motor bevor.
Mehr Informationen: Eischoll.ch
(pd, rm)


