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Kurze Wege und mehr Vernetzung für Menschen im Alter
Brig-Glis stärkt das Netzwerk für die Generation 60+Kurze Wege und mehr Vernetzung für Menschen im Alter

Brig-Glis stärkt das Netzwerk für die Generation 60+

Kurze Wege und mehr Vernetzung für Menschen im Alter
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Die Stadtgemeinde Brig-Glis hat am Montagabend erstmals zum Netzwerktreffen Generation 60+ eingeladen. Fachpersonen, Institutionen und weitere Akteure tauschten sich über die Herausforderungen des demografischen Wandels und die künftige Zusammenarbeit aus. Gleichzeitig stellte die Stadtgemeinde ihre neue Fachperson Alter und Gesundheit vor.

Die Bevölkerung wird älter und damit verändern sich auch die Bedürfnisse an die Stadtgemeinde und ihre Angebote. Wie können Menschen möglichst lange selbständig und mit hoher Lebensqualität leben? Welche Unterstützung braucht es im Alltag? Und wie können bestehende Angebote besser miteinander vernetzt werden?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich das erste Netzwerktreffen Generation 60+ der Stadtgemeinde Brig-Glis im Alfred Grünwald-Saal. Eingeladen hatte das Ressort Alter, Gesundheit und Soziales unter der Leitung von Stadträtin Claudia Alpiger. Das Netzwerktreffen ist Teil der Alterspolitik von Brig-Glis, die gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet wurde.

Die Herausforderungen gemeinsam angehen

Annette Weidmann, kantonale Koordinatorin zugunsten der Generationen 60+, und Daniel Lötscher von der Dienststelle für Gesundheitswesen stellten die kantonale Gesundheits- und Sozialstrategie 60+ sowie die Langzeitpflegeplanung 2026–2035 vor.

Die Zahlen zeigen die Dimension der Altersentwicklung: Im Oberwallis dürfte die Bevölkerung ab 65 Jahren zwischen 2023 und 2035 um rund 34 Prozent wachsen. Gleichzeitig steigt insbesondere die Zahl der Menschen über 80 Jahre. Damit wächst auch der Bedarf an Unterstützung, Betreuung und Pflege.

Die Strategie setzt deshalb nicht allein bei der Pflege an. Ziel ist vielmehr, Selbständigkeit, Gesundheit, soziale Teilhabe und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Dazu gehören unter anderem Prävention, geeigneter Wohnraum, Mobilität, Begegnungsmöglichkeiten, verständliche Information, Unterstützung für pflegende Angehörige sowie eine gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Angeboten.

Gerade auf lokaler Ebene spielt die Vernetzung dabei eine wichtige Rolle. Gemeinden, Gesundheits- und Sozialinstitutionen, Vereine, Arztpraxen, Freiwillige und Angehörige sollen noch stärker zusammenspielen. Das Netzwerktreffen in Brig-Glis bietet dafür künftig eine Plattform.

Neue Fachperson Alter und Gesundheit

Mit Sandra Schnydrig stellte die Stadtgemeinde am Netzwerktreffen zugleich ihre neue Fachperson Alter und Gesundheit vor.

Schnydrig ist ausgebildete Primarlehrerin und Sozialarbeiterin FH mit Spezialisierung im Bereich Sucht. Zudem verfügt sie über einen eidgenössischen Fachausweis als Führungsfachkraft. Beruflich bringt sie breite Erfahrung an der Schnittstelle von Gesundheit und Sozialem mit.

So leitete sie unter anderem den Sozialdienst des Sozialmedizinischen Zentrums Brig, war im Praxismanagement einer Chiropraktik-Praxis tätig und arbeitete in der Co-Leitung von Via Gampel. Sandra Schnydrig nimmt ihre Tätigkeit am 1. Dezember 2026 auf.

Mit der neuen Fachstelle will die Stadtgemeinde die Themen Alter und Gesundheit stärker bündeln, eine Anlaufstelle schaffen und die Zusammenarbeit zwischen den bestehenden Angeboten und Akteuren fördern.

Treffpunkt Pavillon 60+ als nächstes Projekt

Am Netzwerktreffen wurde zudem ein erstes konkretes Projekt vorgestellt. Unter dem Titel «Treffpunkt Pavillon 60+» soll der Pavillon im Schlossgarten von Brig-Glis während der Sommermonate 2027 zu einem Begegnungsort von und für die Generation 60+ werden.

Vorgesehen sind von Mai bis Ende September rund acht bis zehn Veranstaltungen. Senioren, Institutionen, Vereine und Organisationen aus der Region sollen das Programm gemeinsam gestalten.

Mit dem Netzwerktreffen, der neuen Fachperson und dem Treffpunkt Pavillon 60+ macht Brig-Glis weitere Schritte, um die Herausforderungen des demografischen Wandels gemeinsam mit den Menschen und den bestehenden Organisationen anzugehen. Im Mittelpunkt steht dabei ein einfaches Ziel: Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß Menschen auch im Alter selbstbestimmt, gut vernetzt und mit hoher Lebensqualität in Brig-Glis leben können.

(pd)
(Fotos: Stadtgemeinde Brig-Glis)

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