
Elon Musk und die Starlink-Antennen von LeukLeuk würde zum militärischen Ziel
In Leuk wurde das mit Abstand größte Starlink-Projekt von ganz Europa von der Gemeinde bewilligt. Starlink-Antennen sind allerdings nicht ein rein ziviles Projekt, sondern auch ein militärisches. Und notabene ein „entscheidender“ Kriegsfaktor bei den aktuell geführten Kriegen des Westens und auch zukünftigen Kriegen.
Somit hat das Starlink-Projekt im Wallis noch eine völlig andere Dimension. Denn bei einer Realisation würde die Schweiz mit dem Standort Leuk zum militärischen Ziel. Zudem widerspricht eine Stationierung des Starlink-Projekts im Wallis der Schweizer Neutralität.
Iran-Krieg und Starlink
Zu Beginn des Krieges gegen den Iran schmuggelten die USA während des mißlungenen Umsturz-Versuchs „tausende Starlink-Terminals“ ins Land, um die Unruhen orchestrieren zu können. Dies berichten Medien wie etwa das Wall Street Journal.
Im Stellvertreter-Krieg zwischen EU-USA und Rußland in der Ukraine ist seit Jahren bekannt, daß Starlink „das technologische Rückgrat“ (Google-KI-Formulierung) der Ukraine in der Kriegsführung darstellt. Über die auch das SRF berichtet. Oder die Deutsche Welle, die davon schreibt, Starlink sei „entscheidend. „Starlink: Wie ein Satellitensystem Kriege prägt“. Musk schrieb sogar auf X, Starlink sei „das Rückgrat der ukrainischen Armee“, ohne sein Starlink „würde die Front zusammenbrechen“.
So extrem wichtig ist also in militärischer Hinsicht Starlink. Sagt nicht der hier Schreibende. Sondern sagt der Eigentümer von Starlink, der in Leuk Antennenstationen bauen will.
Golfstaaten wurden wegen Radarstationen militärisches Ziel
Wie schnell man zum militärischen Ziel werden kann, wenn man die Stationierung von militärischer Infrastruktur oder Infrastruktur, die nebst ziviler Nutzung auch militärisch genutzt werden kann, erlaubt, das erleben aktuell die Golfstaaten, die Radarschüsseln für die US-Armee beherbergten.
Wie wichtig solche Infrastruktur wie Starlink ist, unterstreicht auch ein Gesetz in den USA, „Cloud Act“, heißt es. Dieses bestimmt, daß im Kriegsfall sämtliche Starlink-Daten ins Eigentum der USA übergehen.
Daß Leuk in der neutralen Schweiz ein priorisiertes Kriegsziel werden würde, wirft somit auch Fragen zur Neutralität auf. Und natürlich zur Sicherheit der Einwohner, die dort wohnen, wobei die Starlink-Antennen zwar nicht im Wohngebiet errichtet werden, aber wer weiß schon, wie genau im Kriegsfall gezielt werden wird?
Mauernde Gemeinde Leuk, mauernd auch Starlink
Einer Bitte des hier Schreibenden um Einsicht in das Baugesuch entsprach die Gemeinde Leuk letztes Jahr nicht. Man müsse vorbeikommen auf der Gemeinde. Als dies gemacht wurde, wurde die Einsicht mit der Begründung verwehrt, die Baugesuchsfrist sei bereits abgelaufen. Es bleibt also bloß der Weg über das Öffentlichkeitsgesetz, um wirklich Einsicht in das genaue Vorhaben zu bekommen, scheint es.
Wie die Gemeinde so auch Starlink: Wie sorgt man am Einfachsten für negative Presse? Man verweigert Auskunft, was man vorhat, was das Vorhaben überhaupt ist. Man spricht nicht einmal mit ihr. Für kein Schweizer Medium war die Medienstelle von Starlink erreichbar.
Die Großen Ohren von Leuk werden von der Signalhorn AG betrieben. Aktuell handelt es sich um 70 Antennen, bis zu dreißig Meter hoch. 40 Stück sollen für Starlink dazukommen.
Petition gegen Starlink-Antennen in LeukBereits über 10.000 Unterschriften
Remo Maßat

