Gemeinde Naters und die Allgemeine Musikschule Oberwallis gehen gemeinsamen Weg im JunkerhofMusikunterricht im historischen Gebäude
Die Gemeinde Naters stellt der Allgemeinen Musikschule Oberwallis (AMO) den Junkerhof künftig für den Musikunterricht zur Verfügung. Damit erhält die AMO neben Visp und Brig einen weiteren bedeutenden Standort und baut ihre Präsenz in einer Gemeinde aus, die zu den wichtigsten Schulstandorten der Musikschule zählt.
Der Entscheid ist das Ergebnis einer sorgfältigen Prüfung verschiedener Nutzungs- und Standortmöglichkeiten. Für die Gemeinde Naters stand dabei im Vordergrund, eine nachhaltige und zukunftsgerichtete Lösung für den Junkerhof zu finden. Im Rahmen dieser Abklärungen wurde festgestellt, daß sich eine Vermietung des Gebäudes als Büroräumlichkeiten als sehr schwierig erweist.
Auch die Vermietung sämtlicher Räumlichkeiten an einen einzigen Mieter, was aus Sicht der Gemeinde die zweckmäßigste Lösung gewesen wäre, ließ sich trotz entsprechender Bemühungen nicht realisieren. Vor diesem Hintergrund trat die Gemeinde mit der Allgemeinen Musikschule Oberwallis (AMO) in Kontakt, um deren langfristige Raumbedürfnisse und Entwicklungsperspektiven abzuklären.
Dabei zeigte sich rasch, daß der Junkerhof für die Musikschule ideale Voraussetzungen bietet und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung des historischen Gebäudes ermöglicht. Mit der neuen Nutzung bleibt der Junkerhof ein lebendiger Ort im Herzen von Naters und erhält eine Funktion, die Bildung, Kultur und Begegnung miteinander verbindet.
Beitrag zu Bildung und Kultur
Gleichzeitig leistet die Gemeinde mit diesem Schritt einen konkreten Beitrag zur Umsetzung des kantonalen Kultur- und Bildungsförderungsauftrags. Die Förderung der musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger Bestandteil eines attraktiven und lebendigen Gemeinwesens.
Mit der neuen Nutzung wird zudem ein wichtiger Beitrag zur Förderung der musikalischen Bildung im Sinne von Art. 36d des kantonalen Kulturförderungsgesetzes geleistet und die kulturelle Infrastruktur im Oberwallis nachhaltig gestärkt.
„Mit der Nutzung des Junkerhofs durch die amo schaffen wir einen Mehrwert für die Bevölkerung und stärken gleichzeitig das kulturelle Angebot in unserer Gemeinde“, betont die Gemeindepräsidentin Salzmann-Briand Charlotte.
Neuer Standort für die Musikschule
Auch für die amo eröffnet der neue Standort wertvolle Perspektiven. Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Naters und der amo ist seit vielen Jahren von gegenseitigem Vertrauen und einer gemeinsamen Verantwortung für die musikalische Bildung geprägt.
Naters gehört zu den Gemeinden mit den meisten Schülerinnen und Schülern der Musikschule und nimmt damit eine zentrale Rolle für die Musikschularbeit im Oberwallis ein.
Für die Gemeinde bringt die neue Lösung zusätzliche Vorteile mit sich. Bisher wurde ein Teil des Musikunterrichts in Schulhäusern und Schulzimmern der Gemeinde durchgeführt. Mit dem neuen Standort im Junkerhof kann der Unterricht künftig an einem zentralen Ort konzentriert werden. Dadurch werden die gemeindeeigenen Schulräumlichkeiten für deren schulische Nutzung entlastet.
Die Vereinbarung trägt den Interessen beider Partner Rechnung und regelt neben der Nutzung der Räumlichkeiten auch die Beteiligung der amo an den dadurch entstehenden Betriebsaufwendungen.
Historisches Gebäude wird zum Lernort
„Mit dem Junkerhof erhalten wir attraktive Räumlichkeiten an zentraler Lage und können unsere Präsenz in Naters weiter stärken“, erklären die Verantwortlichen der amo.
„Besonders erfreulich ist, daß der Unterricht in einem geschichtsträchtigen Gebäude stattfinden kann. Solche Orte schaffen eine inspirierende Atmosphäre und tragen dazu bei, Kultur und Bildung auf besondere Weise erlebbar zu machen.“
Sowohl die Gemeinde Naters als auch die amo sehen in dieser Lösung ein Zeichen einer erfolgreichen Partnerschaft und ein klares Bekenntnis zur Förderung von Bildung, Kultur und Jugend. Der neue Standort schafft langfristige Perspektiven für den Musikunterricht und sorgt dafür, daß der Junkerhof künftig ein Ort des Lernens, der Begegnung und des kulturellen Austauschs bleibt.
(pd, rm)
(Foto: Gmd. Naters)


