
Italiens Außenminister mit scharfer Kritik am Wallis"Das Problem ist nicht die Schweiz, sondern das Wallis"
Die Freilassung von Jacques Moretti gegen 200.000 Franken Kaution hat erneut den italienischen Außenminister Antonio Tajani auf den Plan gerufen.
Am Rande an einem Holocaust-Gedenkanlaß in Rom äußerte er sich erneut zur Brandkastastrophe von Crans-Montana. Die Kaution könne „für eine so schwere Straftat mit Dutzenden von Toten und Hunderten von Verletzten nicht 200’000 Schweizer Franken betragen„.
„Wollen Sie ein Zeichen setzen? Dann setzen sie die Kaution auf eine Million Schweizer Franken„, so der Außenminiser „Denn das Gesetz sieht das vor, aber nicht 200’000 Franken“.
Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.
Auch an den Walliser Behörden äußert Antonio Tajani, der von 2017–2019 Präsident des Europäischen Rats war und stellvertretender Ministerpräsident im Kabinett Meloni ist, scharfe Kritik: „Das Problem ist nicht die Schweiz als solche, sondern der Kanton, der die Ermittlungen durchführt, in dem sich die Katastrophe ereignet hat„.
Schon zuvor hatte Tajani die Entlassung von Jacques Moretti scharf kritisiert. Crans-Montana sei „eine Tragödie, die hätte vermieden können und hätte müssen“, so der italienische Außenminister, der hinzufügte: „Morettis Entlassung ist eine Schande. Ich bin als Vater und Großvater enttäuscht, gekränkt und empört. Es ist eine Entscheidung, die keinen Sinn ergibt.“
(rm)
(Bild: Europäische Union)


