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"Die SVP Oberwallis – unverzichtbar für unsere Region"
Kritik des SVPO-Präsidenten an der Besetzung des NOB"Die SVP Oberwallis – unverzichtbar für unsere Region"

Kritik des SVPO-Präsidenten an der Besetzung des NOB

"Die SVP Oberwallis – unverzichtbar für unsere Region"
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Von Romano Amacker, Präsident SVP Oberwallis

Die SVP Oberwallis hat sich längst zu einer tragendenden politischen Kraft in unserer Region entwickelt. Sie stellt acht Grossräte, 33 Gemeinderäte – darunter vier Gemeindepräsidenten und sechs Vizegemeindepräsidenten – sowie mit Franz Ruppen einen Staatsrat und Michael Graber einen Nationalrat. Kurz: Die SVP ist ein zentraler Akteur in der Oberwalliser Politik.

Umso erstaunlicher ist es daher, dass unsere Partei im Ausschuss des Netzwerks Oberwalliser Berggemeinden (NOB) nicht vertreten ist. Dieses beansprucht, für alle Berggemeinden zu sprechen, blendet dabei jedoch die zweitstärkste Partei und somit einen bedeutenden Teil der Bergbevölkerung aus. Das ist nicht nachvollziehbar.

Ich bin überzeugt: Nur gemeinsam kann das Oberwallis seine Interessen wahren. Als sprachliche und kulturelle Minderheit müssen wir «zämu sta». Einheit ist unsere Stärke. Deshalb haben wir wiederholt das Gespräch mit den Verantwortlichen gesucht – schriftlich wie auch persönlich. Leider ohne Erfolg.

Eine breitere politische Abstützung würde die Arbeit des NOB stärken. Unterschiedliche Sichtweisen und Kompetenzen führen zu besseren Lösungen und grösserer Akzeptanz. Parteipolitische Repräsentation ist dabei kein Selbstzweck. Es geht nicht darum, Parteiflaggen im Ausschuss zu hissen, sondern um die Einbindung der gesamten politischen Breite.

Besonders widersprüchlich ist, dass das NOB regelmässig Abstimmungsempfehlungen an die Grossratsfraktionen verschickt. Man anerkennt also sehr wohl, dass Parteien für politische Mehrheiten entscheidend sind – schliesst aber ausgerechnet die zweitstärkste Oberwalliser Fraktion im Ausschuss des NOB aus.

Eine Einbindung der SVP wäre jederzeit möglich, ohne die regionale Vertretung zu schwächen – es bräuchte lediglich guten Willen. So ist das Mattertal im Vorstand des NOB beispielsweise nicht vertreten. Mit dem Gemeindepräsidenten von St. Niklaus stünde ein geeigneter Vertreter bereit. Auch wenn statt dem Gemeindepräsidenten von Goms der Gemeindepräsident von Obergoms im Ausschuss wäre, bliebe die regionale Abdeckung gleich, aber die SVP wäre endlich eingebunden.

Ich will niemandem drohen, das entspricht nicht meinem Stil. Aber klar ist: Wer die SVP Oberwallis dauerhaft ausschliesst, schwächt vor allem sich selbst. Ein Netzwerk, das eine so breite politische Kraft ignoriert, verliert an Legitimität und gefährdet langfristig seine eigene Daseinsberechtigung.

Die SVP Oberwallis bleibt gesprächsbereit. Wir wollen unseren Beitrag leisten: mit Sachverstand, Erfahrung und politischem Gewicht. Nun liegt es an den Verantwortlichen, unsere Hand zu ergreifen. Denn nur gemeinsam sind wir stark und nur geeint kann das Oberwallis im Kanton erfolgreich bestehen.

(Foto: Romano Amacker)

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