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Diesjähriger Preis geht geht ins Val de Travers
Prix Montagne 2026Diesjähriger Preis geht geht ins Val de Travers

Prix Montagne 2026

Diesjähriger Preis geht geht ins Val de Travers
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Von Aline Wultschnig

«Wir können nicht entscheiden, aus welcher Richtung der Wind weht, aber wir können die Segel setzen.» Mit diesen Worten würdigte Jury-Mitglied Gabriela Manser am 3. September im Eventforum in Bern das Gesundheitszentrum Unterengadin – Publikumsliebling des Prix Montagne 2026. Den Hauptpreis nahm das Neuenburger Unternehmen Freelab entgegen.

Unternehmerischen Mut, Innovationskraft und Wirkung in ihrer Bergregion haben alle sechs nominierten Projekte gemeinsam. Ausgewählt wurden sie von einer siebenköpfigen Fachjury aus insgesamt 42 Eingaben. Sie alle haben den Wind gespürt und sind losgesegelt – mit viel Herzblut und Begeisterung. So sind Perspektiven entstanden, nicht nur für heute, sondern auch für nachfolgende Generationen in ihrer Bergregion. Sie haben Ideen, Technologien und vor allem Menschen zusammengebracht und stellen somit die Wandlungsfähigkeit der Schweizer Bergregionen erneut unter Beweis.

Präzision aus der Westschweiz

Der diesjährige Gewinner Freelab entwickelt präzise und gleichzeitig erschwingliche Zeitmessgeräte für diverse Sportarten. Gründer und Inhaber Jean-Pierre Baumann freute sich über die Auszeichnung für sein Team, seine langjährige Leidenschaft und seinen Erfindergeist. Der Prix Montagne geht somit nach Fleurier im Val de Travers, wo die Geräte produziert und in die ganze Welt geliefert werden. Das Preisgeld von 40’000 Franken fliesst in die Vermarktung des Unternehmens und soll den Standort weiter verankern und sichern.

Ein Dach für die Gesundheitsversorgung

Das Gesundheitszentrum Unterengadin mit Sitz in Scuol vereint alle gesundheitlichen Institutionen der Region unter einem Dach – vom Wellness- und Erholungsbad über die Notfallmedizin bis zur Pflegeeinrichtung. Mit diesem Zusammenschluss wurden Kosten gespart und gleichzeitig die Versorgung in der Region verbessert. Und dass beim Prix Montagne Projekte aus dem Berggebiet im Zentrum stehen, war auch in Bern spürbar: Chefarzt und Spitaldirektor Joachim Koppenberg konnte nur mit einer kleinen Delegation anreisen – im Bündnerland habe am selben Tag die Jagdsaison begonnen. Freuen werden sich dafür alle: Das Preisgeld von 20’000 Franken kommt den rund 450 Mitarbeitenden des Zentrums zugute. Den Publikumspreis stiftet die Mobiliar Genossenschaft, in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal.

Rückenwind über die Region hinaus

Der Prix Montagne zeichnet nicht nur Projekte aus, die mit dem Wind segeln – er gibt auch Rückenwind. Er macht sichtbar, was in einer Bergregion möglich ist, und lädt andere ein, es nachzumachen. Ein Walliser Projekt war dieses Jahr nicht unter den Nominierten. Die Kriterien passen aber gut auf manches, was auch hier entsteht: wirtschaftlich tragfähig seit mindestens drei Jahren, Wirkung in der Bergregion, Modellcharakter für andere Unternehmen. Für den kommenden Prix Montagne 2027 sind Eingaben von Mitte März bis Ende April möglich.

Bilder: Max Hugelshofer, Schweizer Berghilfe 

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