
Regionale Lösung zur GIDA-Umsetzung gestartetHohe Datenschutz-Vorschriften für Gemeinden stellen Herausforderungen dar
Die Datenschutzauflagen durch das kantonale Gesetz über die Information der Öffentlichkeit, den Datenschutz und die Archivierung halten die Oberwalliser Gemeinden auf Trab, so die Gemeinden Region Oberwallis.
Mit einem regionalen Programm bieten nun der Verein Gemeinden Region Oberwallis nun Hand.
Ziel sei es, längerfristig gemeinschaftliche Lösungen für Digitalisierungsfragen anzustoßen.
Die Gemeinden seien bei den Themen Datenschutz und Digitalisierung stark gefordert.

Frist für neue Bürokratie: 1. Januar 2026
Sie sind gemäß dem Gesetz über die Information der Öffentlichkeit, den Datenschutz und die Archivierung (GIDA) verpflichtet, bis zum 1. Januar 2026 eine Datenschutzdelegierte oder einen Datenschutzdelegierten zu engagieren.
Um eine gemeinsame ressourcen-schonende Lösung zu ermöglichen, hat der Verein Gemeinden Region Oberwallis (GRO) deshalb das regionale Programm «DigiDat» ins Leben gerufen.
In dessen Auftrag hat das Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis (RWO) als GRO-Geschäftsstelle eine entsprechende Lösung ausgearbeitet.
Das Konzept sehe vor, daß alle interessierten Oberwalliser Gemeinden am Programm teilnehmen können und somit keine eigenen Lösungen entwickeln müssen.

Bürokratie-Ausweitung: IT-Juristen, Datenschutzbeauftragte und Berater für öffentlich-rechtliche Institutionen profitieren
Damit sie ihren aus dem Gesetz bestehenden Verpflichtungen als öffentlich-rechtliche Institutionen nachkommen können, steht ihnen durch GRO je ein IT-Jurist, ein Datenschutzbeauftragter und ein Berater für öffentlich-rechtliche Institutionen zur Seite.
In den vergangenen Tagen haben mehrere Arbeitskreise mit den interessierten Gemeinden stattgefunden, bei denen die nötigen Schritte zur Einsetzung dieser Personen als Datenschutzdelegierte sowie die weiteren Schritte aufgezeigt werden konnten.
Großteil der Gemeinden macht mit
Bei den drei Spezialisten handelt es sich um den externen Datenschutzbeauftragten Diego Gsponer (Out-of-the-Box AG, Fiesch), den Rechtsanwalt Fabian Williner (WKLaw, Visp) und den Gemeindeexperten Urs Mathieu (pluma ag, Baltschieder).
Sie stehen den teilnehmenden Gemeinden als «Team DSD Oberwallis» mit ihrer fachlichen Unterstützung und langjährigen Erfahrung im Auftrag von GRO ab sofort zur Seite.
Mit diesem Schritt können die in den Übergangsbestimmungen verlangten ersten Vorbereitungen aus dem GIDA per 1. Januar 2026 umgesetzt werden.
Wie die Arbeitskreise gezeigt haben, ist das Interesse an diesem Vorgehen groß.

55 der 63 Oberwalliser Gemeinden haben mit ihrer Teilnahme signalisiert, beim Programm «DigiDat» dabei zu sein.
Aktuell läuft das Vorprojekt zum Programm, durch das die Umsetzung von GIDA organisiert und der Rahmen sowie die Leistungen des Programms abgesteckt werden.
An der Delegiertenversammlung von GRO im März 2026 werden dann das weitere Vorgehen und die mittelfristige Finanzierung festgelegt. Geplant sei, das Programm auf mehrere Jahre auszurichten.
Der aktuellen Dringlichkeit geschuldet, dient die Umsetzung des Datenschutzes als Ausgangspunkt.
Später sollen weitere Themen der Digitalisierung, die mit dem Umgang der Daten eng verknüpft sind, mit den Gemeinden angepackt und weiterentwickelt werden.
2 / 2 Digitalisierung gemeinschaftlich anpacken «Ich bin überzeugt, dass wir mit DigiDat ein regionales Programm lancieren können, mit dem wir die aktuellen Anforderungen hinsichtlich Datenschutz professionell, ressourcenschonend und kostengünstig abwickeln können. Es ist aber auch ein Versprechen für die Zukunft, und zwar indem es uns ermöglicht, das Thema Digitalisierung künftig mit gebündelten Kräften anzugehen», meint Charlotte Salzmann-Briand, Gemeindepräsidentin von Naters und Präsidentin der Gemeinden Region Oberwallis.
Wie uns die letzten Jahre gelehrt haben, müsse man künftig von verschiedenen weiteren digitalen Veränderungen ausgehen, bei denen gemeindeübergreifende Lösungen gefragt sind, so die Gemeinden Region Oberwallis, RWO. Digitale Lösungen seien meist vernetzt – mit lokalen Insellösungen wird es je länger, je schwieriger.
(pd, rm)
(Fotos: zVg)

