Streit zwischen Pfarrer Jean-Pierre Brunner und Stapi Mathias Bellwald beigelegtPfarrer drohte mit Stopp von Taufen und Beerdigungen - nun eine erfreuliche Beilegung
In Brig-Glis ist ein ungewöhnlicher Konflikt zwischen Kirche und Stadt inzwischen beigelegt. Im Juli hat die Stadt Brig-Glis ihren Finanzbeitrag an den Glaubensraum Brig-Glis-Naters-Mund gestoppt. Auslöser waren ausstehende Zahlungen von rund 750’000 Franken. Der zuständige Pfarrer hatte der Stadtgemeinde gegenüber offenbar gedroht, die kirchlichen Dienstleistungen einzuschränken, sollte das Geld nicht überwiesen werden.
Nach Angaben des Portals Pomona forderte der Pfarrer die Stadt in einer Mail auf, die offenen Beträge bis zum 20. August zu begleichen. Andernfalls sollten ab dem Folgetag unter anderem Taufen und Beerdigungen nicht mehr angeboten werden.
Anders als in vielen anderen Kantonen sind Staat und Kirche im Wallis finanziell enger miteinander verbunden. Die Gemeinden beteiligen sich an der Finanzierung der Pfarreien.
Nach Darstellung von Pfarrer Jean-Pierre Brunner waren die Zahlungen ohne vorherige Ankündigung oder Absprache ausgeblieben, die Löhne von 65 Mitarbeitern seien nicht mehr sicher gewesen. Gemäß dem Portal Kath.ch ging es um unterschiedliche Vorstellungen über die Kommunikation des kirchlichen Personalbudgets.
Zwischen den Verantwortlichen soll das Verhältnis zuletzt deutlich angespannt gewesen sein.
Einigung
Doch auf Anfrage von Walliser Zeitung äußert Brunner, “Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte”, man habe sich ausgesprochen: Die Angelegenheit hat sich zwischenzeitlich schon erledigt und positiv gelöst.
So trafen sich Pfarrer Jean-Pierre Brunner und Stapi Mathias Bellwald im Stockalperschloß zum persönlichen Austausch, der mit einem Handschlag endete. Und so zeigt sich: Miteinander reden ist immer besser als übereinander reden.
Denn beide würden das dasselbe Ziel verfolgen; Pfarreien und Stadtgemeinde in die Zukunft führen.
(pd, rm)
(Foto Pfarrer Jean-Pierre Brunner : Glaubensraum Brig-Glis-Naters-Mund)
