Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Umfrage des VCS: Mehrheit will klare Regeln für das Überholen von Velos
+23% Anstieg von Veloüberhol-Unfällen verursacht durch Fahrzeuglenker
Umfrage des VCS: Mehrheit will klare Regeln für das Überholen von Velos+23% Anstieg von Veloüberhol-Unfällen verursacht durch Fahrzeuglenker

Umfrage des VCS: Mehrheit will klare Regeln für das Überholen von Velos

+23% Anstieg von Veloüberhol-Unfällen verursacht durch Fahrzeuglenker
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57 Prozent der Bevölkerung befürworten einen gesetzlichen Mindestüberholabstand von 1,5 Metern innerorts. Selbst unter Autofahrerinnen und Autofahrern findet der Mindestüberholabstand eine Mehrheit. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage von DemoSCOPE im Auftrag des VCS Verkehrs-Club der Schweiz.

Beim Überholen von Velofahrern fehlt in der Schweiz eine klare gesetzliche Vorgabe für den seitlichen Abstand. Eine neue, schweizweit durchgeführte Umfrage zeigt: Die Bevölkerung sieht Handlungsbedarf. 52 Prozent der Befragten halten den Überholabstand von Autos gegenüber Velos in Schweizer Städten für ein Problem. 57 Prozent befürworten deshalb einen gesetzlich geregelten Mindestabstand von 1,5 Metern.

Besonders Personen, die regelmäßig Velo fahren, unterstützen die Forderung (72 Prozent). Besonders bemerkenswert ist die Zustimmung bei den Autofahrern: gut die Hälfte spricht sich für einen Mindestüberholabstand aus. «Sicheres Überholen ist kein Partikularinteresse», sagt VCS-Projektleiter Edward Weber. «Die heutige Regel, welche bloss einen ‹ausreichenden Abstand› und Rücksicht vorschreibt, ist viel zu unklar. Ein gesetzlicher Mindestüberholabstand verbessert die Sicherheit von Velofahrenden und gibt Autofahrenden eine einfache und verständliche Orientierung.»

Besonders unsicher fühlen sich Velofahrer beim Überholtwerden auf Tempo-50-Strecken: 57 Prozent der regelmäßig Velofahrer fühlen sich dabei oft oft unsicher. Bei Tempo 30 sind es 49 Prozent. Zu nahes Überholen ist damit eine alltägliche Gefahr; gerade dort, wo die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Auto und Velo groß ist. Der VCS fordert deshalb einen gesetzlich geregelten Mindestüberholabstand von 1,5 Metern, wie er in zahlreichen europäischen Ländern bereits gilt.

Unfallstatistik belegt Handlungsbedarf
Die Umfrageergebnisse treffen auf eine besorgniserregende Entwicklung bei den Unfällen. 2025 ereignete sich gemäß Bundesamt für Statistik fast jeden zweiten Tag ein Überholunfall zwischen einem Personenwagen und einem Velo oder E-Velo, bei dem die Person am Steuer des Autos als Hauptverursacher erfaßt wurde. 163 solche Überholunfälle wurden registriert. 146 dieser Unfälle führten zu Personenschaden – gegenüber 2016 entspricht dies einem Anstieg um 23 Prozent.

Die repräsentative Internet-Umfrage wurde im Auftrag des VCS von Demoscope im August 2026 durchgeführt. Befragt wurden schweizweit 1009 Personen. Fragen zum Sicherheitsgefühl beim Velofahren richteten sich an 373 Personen, die regelmässig Velo fahren.

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