Urs Juon, Mitte Oberwallis, zur Raumplanung des Department Ruppen"Ruppen’s Raumplanung – saft- und kraftlos"
Von Urs Juon
Die Mitte Oberwallis hat sich für ein ausgewogenes Raumplanungsdekret eingesetzt. Neben Abbruchprämien braucht es auch die Grundlagen, um die im revidierten Raumplanungsgesetz des Bundes (RPG2) vorgesehenen Entwicklungsmöglichkeiten ausserhalb der Bauzone zu nutzen.
Es war ein historischer Erfolg, dass unsere Berggebietsvertreter diese neuen Möglichkeiten auf Bundesebene im Jahr 2023 durchsetzen konnten. Seit dann war der Kanton am Zug, das Versteckspiel mit dem angeblich verhindernden Bundesbern funktioniert nicht mehr.
Gerade für unsere Tourismusstationen und die Berggebiete ist diese Perspektive wichtig. Wir haben uns dafür ins Zeug gelegt, diese Spielräume zu erschliessen.
Das Dekret blieb zu einseitig auf die Förderung von Abbrüchen ausgerichtet. Vom zuständigen Staatsrat Franz Ruppen hätten wir uns mehr Engagement für die Entwicklungsmöglichkeiten gewünscht statt rein politisch motivierte Ablenkungsmanöver.
Es blieb der Eindruck, dass er sich hinter den Verwaltungs-Positionen versteckt. Und dies bei einem Thema, das unseren Kanton dermassen stark beschäftigt. Unverständlich.
Für uns ist klar: Landschaftsschutz und die Weiterentwicklung unserer Bergregionen gehören zusammen. Die Mitte Oberwallis wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Chancen von RPG2 auch im Wallis genutzt werden. Will man so weiterwursteln, fährt man die Raumplanung an die Wand.
Urs Juon ist Grossrat des Bezirks Visp und Gemeindepräsident von Törbel sowie Präsident der Mitte Oberwallis.


