VBS stärkt Standort ThunVerteidigungs- und Innovationsstandort soll weiterentwickelt werden
Der Standort Thun hat auch Auswirkungen auf das Oberwallis, gibt es doch viele Pendler, die Arbeitsplätze dort haben.
Das VBS benötigt die bundeseigenen Flächen auf dem Waffenplatz Thun auch künftig für militärische Zwecke, wie es mitteilt.
Die Flächen befinden sich im Perimeter des Entwicklungsschwerpunkts Thun-Nord. Vertreter von armasuisse und der Armee haben die Stadt Thun im August 2026 informiert. Das VBS und die Stadt Thun wollen diese Ausgangslage nutzen, um die Weiterentwicklung des Standorts als bedeutenden Verteidigungs- und Innovationsstandort gemeinsam voranzutreiben.
Der Bundesratsbeschluß über die „Leitlinien des Bundesrates für die Verteidigung 2026“ vom 19. Juni 2026 sieht vor, die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz konsequent zu stärken. Damit soll die Armee rasch auf die veränderte sicherheitspolitische Lage ausgerichtet werden. Zu diesem Zweck müssen die erforderlichen militärischen Infrastrukturen und Flächen gesichert sein.
Baufelder bleiben für verteidigungsrelevante Nutzung vorgesehen
Vor diesem Hintergrund wird das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) im Planungsperimeter des Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Thun Nord keine weiteren bundeseigenen Flächen für rein zivile Nutzungen abgeben. Die betroffenen Flächen werden auch künftig für die Bedürfnisse der Armee sowie für weitere verteidigungsrelevante Nutzungen eingesetzt.
Standort Thun als Verteidigungsnetz stärken
Der Waffenplatz Thun ist für die Ausbildung, die Logistik und die Weiterentwicklung der Armee von zentraler Bedeutung. Die betroffenen Flächen bieten zugleich Potential für die Ansiedlung und Vernetzung von verteidigungsrelevanten Industrie- und Forschungspartnern, beispielsweise in den Bereichen Drohnen, Robotik, Cyber oder neue Technologien.
Das VBS verfolgt das Ziel, den Standort Thun als „Verteidigungscluster“ weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Armee, Industrie, Forschung und Innovation zu stärken.
Diese Überlegungen erfolgen unabhängig von Projekten zum Fähigkeitsaufbau der Armee wie beispielsweise dem geplanten Technologiestandort des Zentrums Unbemannte Systeme.
VBS und Stadt Thun führen Dialog über weitere Entwicklung
Das VBS und die Stadt Thun haben einen partnerschaftlichen Dialog über die langfristige Entwicklung des Standorts aufgenommen. In den kommenden 12 bis 24 Monaten finden Gespräche statt, um die Interessen der Stadt Thun und weiterer Anspruchsgruppen in die Weiterentwicklung des Verteidigungsclusters einzubeziehen.
Dabei sollen sowohl die Chancen für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Thun als auch die Einsatz-, Ausbildungs- und Logistikbedürfnisse der Armee berücksichtigt werden.
Bereits im Rahmen der ersten Gespräche zur künftigen Entwicklung des Standorts konnten das VBS und die Stadt Thun Lösungen für die noch offenen Fragen zum ESP Thun Nord finden.
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