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Vier Fragen an Sylvie Noti-Burgener, amtierende Gemeinderätin Visp (neo — die sozialliberale Mitte)
Gemeinderatswahlen VispVier Fragen an Sylvie Noti-Burgener, amtierende Gemeinderätin Visp (neo — die sozialliberale Mitte)

Gemeinderatswahlen Visp

Vier Fragen an Sylvie Noti-Burgener, amtierende Gemeinderätin Visp (neo — die sozialliberale Mitte)
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1. Wofür stehen Sie politisch?

Ich stehe für eine Politik, die nahe bei den Menschen ist und nicht nur am Schreibtisch stattfindet. Zuhören, Verantwortung übernehmen und dann auch anpacken. Das entspricht meiner Art. Ich möchte Bewährtes bewahren, aber genauso offen für Veränderungen sein und diese aktiv mitgestalten. Gerade die Fusion ist eine grosse Veränderung. Ich sehe sie vor allem als Chance, gemeinsam etwas Neues aufzubauen, ohne dabei die Identität unserer einzelnen Ortsteile zu verlieren.

2. Welche Anliegen möchten Sie im Gemeinderat vertreten?

Ich möchte, dass unsere Gemeinde ein Ort bleibt, an dem man gerne lebt. Sei es als Familie, als junge Person oder als Seniorin oder Senior. Dazu gehören für mich gute Schulen und Infrastrukturen, attraktive Freizeit- und Sportangebote und ein starkes Vereinsleben. Besonders wichtig ist mir, dass die Bevölkerung gehört wird und wir die Menschen bei Veränderungen mitnehmen. Eine Gemeinde lebt schliesslich nicht von ihren Gebäuden, sondern von den Menschen, die darin leben.

3. Welches ist das wichtigste Projekt in der kommenden Legislaturperiode im Gemeinderat?

Für mich ist es ganz klar die Fusion. Nicht, weil damit einfach drei Verwaltungen zusammengelegt werden, sondern weil daraus eine neue Gemeinde mit einer gemeinsamen Zukunft entstehen soll. Das braucht gute Zusammenarbeit, klare Strukturen und vor allem gegenseitiges Verständnis. Mir ist wichtig, dass wir dabei nicht nur über Einsparungen und Organisation sprechen, sondern auch darüber, wie wir die neue Gemeinde menschlich zusammenbringen und die Stärken aller Ortsteile nutzen können.

4. Wie hoch soll der Steuerfuss der fusionierten Gemeinde im nächsten Jahr sein?

Ich bin grundsätzlich für tiefere Steuern. Wenn es die finanzielle Situation erlaubt, soll die Bevölkerung auch davon profitieren. Dabei müssen wir aber die Ausgangslage aller drei Gemeinden berücksichtigen. Mit der Fusion per 1. Januar 2027 profitieren die Einwohnerinnen und Einwohner von Baltschieder und Eggerberg bereits von einer tieferen Gemeindesteuer, da für die neue Gemeinde der heutige Visper Steuerkoeffizient von 1.10 gilt. In Visp wurde zudem per 1. Januar 2026 die Indexierung auf 176 Prozent erhöht und damit die Steuerbelastung bereits reduziert – eine Anpassung, die von der neo angestossen wurde.
Gleichzeitig sehe ich in meinem Ressort, dass in den kommenden Jahren wichtige Investitionen anstehen. Ich möchte deshalb nicht heute Steuern senken und morgen bei notwendigen Projekten oder Leistungen sparen müssen. Zudem starten wir mit der Fusion in einer neuen Ausgangslage, in der die Finanzen zuerst zusammengeführt und beurteilt werden müssen.
Für mich ist deshalb klar: Eine Steuersenkung soll das Ziel sein, aber zum richtigen Zeitpunkt und auf einer finanziell gesunden Grundlage. Ich möchte, dass die Bevölkerung nachhaltig entlastet werden kann und wir trotzdem genügend Spielraum für die Entwicklung unserer neuen Gemeinde behalten. Für 2027 würde ich den Steuerkoeffizienten deshalb vorerst bei 1.10 belassen.

(Foto: Christian Pfammatter)

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