
Agrovina 2026: Stiftung Vitis Aequitas entstehtNachwuchs in der Weinbranche: Die Branche handelt gemeinsam
Agrovina 2026: Angesichts des Nachwuchsmangels in der Schweizer Weinbranche lancieren alle Weinbauregionen der Schweiz gemeinsam mit der Stiftung Vitis Aequitas eine nationale Kampagne.
Das Ziel ist die Aufwertung der Berufe rund um Rebe und Wein, und sowohl junge Menschen wie auch die breite Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren.
Eine Initiative mit Wurzeln im Weinberg unter dem Namen «Vitivini», will diese Kampagne Berufe ins Rampenlicht rücken, die Sinn stiften, Zukunft haben und tief in unseren Regionen verwurzelt sind.
Es handelt sich um ein offenes, gemeinschaftliches und nachhaltiges Projekt, getragen von den aktiven Weinbauregionen und finanziell unterstützt vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) über den Förderfonds von der Schweizer Wein-Promotion (Englisch: „Swiss Wine Promotion“).

Stiftung Vitis Aequitas im Wallis von Winzern gegründet
Die Stiftung Vitis Aequitas, 2021 im Wallis von engagierten Winzern gegründet, ist heute als gemeinnützig anerkannt.
Die Kampagne wurde zunächst von Schweizer Wein Wallis („Swiss Wine Wallis“) und weiteren regionalen Akteuren unterstützt und stieß rasch auf das Interesse anderer Regionen.
Heute haben alle Schweizer Weinbauregionen ihre Zustimmung zur Beteiligung gegeben, mit dem Ziel, eine nationale Koordination aufzubauen.
Ziele der Kampagne
• Förderung der Weinbau- und Kellerberufe als konkrete, attraktive Berufsperspektive
• Gewinnung einer neuen Generation für handwerkliche, technische und kulturell verwurzelte Berufe
• Stärkung des Images des Schweizer Weins durch die Menschen, die ihn mit Leidenschaft, Freiheit und Unternehmergeist produzieren Konkret sind folgende Massnahmen geplant:
• Weiterentwicklung und Übersetzung der Plattform vitivini.ch, mit Videoporträts, Berufsbeschreibungen und Informationsmaterial
• Bekanntmachung des neuen Ausbildungsplans bei Berufsberatungsstellen
• Ausweitung des Viti-Tags („Vitiday“ )auf weitere Regionen und stärkere Präsenz an Berufsorientierungs-Anlässen wie den Schweizer Berufsmeisterschaften („SwissSkills“) oder Berufsmessen
• Bereitstellung von Kommunikationsmaterialien für Schulen, Messen, Weingüter und regionale Veranstaltungen (Plakate, Banner, Auftritt in sozialen Netzwerken, QR-Codes, Kurzvideos)
• Zielgerichtete Präsenz in sozialen Netzwerken mit jugendgerechtem Inhalt

Ein strukturiertes und transparentes Projekt – getragen von der gesamten Branche
Ab 2027 soll die Kampagne über ein Jahresbudget von CHF 300’000.– verfügen, die Hälfte davon wird vom BLW kofinanziert.
Ein interregionales Exekutivkomitee wird das Projekt gemeinschaftlich steuern, mit separatem Budget und offener, transparenter Führung.
Die Inhalte werden in Zusammenarbeit mit den Regionen entwickelt, um die unterschiedlichen Realitäten angemessen abzubilden.
Ziel ist eine nationale, mehrsprachige Kommunikation, die in den regionalen Terroirs verwurzelt ist und von bestehenden Initiativen wie der Deutschschweizer Kampagne Win Win Winzer inspiriert wird.
« Die gemeinsame Förderung der Berufe rund um Rebe und Wein ist ein starkes Signal und steht im Einklang mit der neuen EFZ-Ausbildung Weinfachmann/-frau, die beide Berufsbilder unter einem Namen vereint.» sagt Carine Théraulaz, Präsidentin der OdA AgriAliForm. « Dieses gemeinsame Projekt schafft nationale Synergien, stärkt die Sichtbarkeit des Berufs und läßt gleichzeitig Raum für regionale Besonderheiten. »

Nachwuchs = Zukunft
Die Botschaft ist klar: Ohne Nachwuchs gibt es keine Zukunft für den Schweizer Weinbau.
Diese Kampagne versteht sich als ein starkes und gemeinsames Zeichen. Sie vereint bereits heute Akteure aus der ganzen Schweiz und entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Sie lädt alle engagierten Menschen der Branche ein, sich dieser Dynamik anzuschließen – für eine ambitionierte, vereinte und nachhaltige Vision des Berufs.
« Die Weinbranche ist der einzige Berufszweig, der alle drei Wirtschaftssektoren vereint: Wir produzieren, wir verarbeiten und wir verkaufen. Unser Beruf ist mehr als ein Job… er ist eine Kunst! » so Mathias Delaloye, Präsident der Stiftung. « Ich bin überzeugt: Wir haben den schönsten Beruf der Welt. Das Problem ist nur, daß die Leute es nicht wissen. Unsere Herausforderung ist es, das zu ändern! »
(rm, pd)
(Bilder: zVg)

