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Schließung von Reisezentren, keine Kondukteure in Zügen
BLS will Kosten senkenSchließung von Reisezentren, keine Kondukteure in Zügen

BLS will Kosten senken

Schließung von Reisezentren, keine Kondukteure in Zügen
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Der wirtschaftliche Druck im öffentlichen Verkehr nimmt zu, so die BLS. Deshalb setze sie verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen um. Neben der Schließung von Reisezentren reduziert sie die Begleitung auf den Zügen und paßt Qualitätsstandards beim Betrieb und Unterhalt der Züge an. Die BLS teilt dazu im Einzelnen Folgendes mit: 

Die Einnahmen aus dem Billett- und Aboverkauf decken die Kosten der Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs nur zu einem Teil. Die ungedeckten Kosten werden im regionalen Personenverkehr (RPV) durch Bund und Kantone finanziert. Die finanzielle Lage der öffentlichen Hand ist zunehmend angespannt und setzt den RPV unter Druck. Das spürt auch die BLS: Aufgrund des Kostendrucks schliesst sie bis Ende 2030 5 Reisezentren. Am Standort Zweisimmen überprüft die BLS die Zusammenarbeit mit der Montreux Berner Oberland Bahn (MOB).

Zudem paßt die BLS die Öffnungszeiten an den Wochenenden an, was bedeutet, daß es kürzere Öffnungszeiten gibt.

Begleitung der Züge mit Fokus auf stark touristische Linien

Die BLS verzichtet außerdem auf zwei Linien auf die ständige Begleitung ihrer Züge. Weiterhin in allen Zügen präsent sind die Reisebegleiter:innen auf den wichtigsten touristischen Linien, dem GoldenPass-Express zwischen Interlaken Ost und Zweisimmen und dem RegioExpress am Lötschberg und Simplon.

Züge werden weniger gereinigt

Doch es gibt noch weitere Maßnahmen: So wird etwa die Außenreinigung der Züge reduziert. Während ein Zug heute durchschnittlich alle 14 Tage eine Reinigungsanlage durchläuft, erfolgt die Außenreinigung künftig nur noch einmal pro Monat. Auch die Intervalle für die Entleerung und Befüllung der Abwasser- und Frischwassertanks werden verlängert.

Personalbedarf wird um rund 40 Vollzeitstellen reduziert

Mit den Kostensenkungsmaßnahmen reduziert die BLS ihren Personalbedarf bis Ende 2030 um voraussichtlich rund 40 Vollzeitstellen. Wo immer möglich werden die Stellen über Fluktuationen oder interne Wechsel abgebaut. Die betroffenen Mitarbeiter und die Sozialpartner seien über die Maßnahmen informiert worden.

Rund 5 Millionen Franken weniger Kosten in den nächsten beiden Jahren

Die BLS will mit diesen Kostensenkungsmaßnahmen in den Jahren 2027 und 2028 rund 5 Millionen Franken einsparen können. Dadurch reduziert sich die von Bund und Kantonen finanzierte Abgeltung für den regionalen Personenverkehr auf jährlich rund 150 Millionen Franken.

Nicht betroffen von den Kostensenkungsmaßnahmen ist das Fahrplanangebot. Die BLS entwickelt dieses in Absprache mit den Kantonen weiter, so der Konzern.

(pd, rm)

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