Brand in Zermatt vom 1. OktoberVideo zeigt Ausmaß des Brandes
Ein Großbrand in der Garage Schaller am Dorfeingang von Zermatt forderte am 1. Oktober 2026 drei Verletzte und führte zu einem stundenlangen, gefährlichen Außeneinsatz der Feuerwehr. Der Vorfall legte zudem den gesamten Verkehr sowie den Betrieb der Matterhorn-Gotthard-Bahn zwischen Täsch und Zermatt zeitweise lahm. Eine Videoaufnahme, welche die Kantonspolizei zur Verfügung stellt, zeigt eindrücklich das Ausmaß der massiven Rauchentwicklung und die Tragweite des Brandes:
Bei den Löscharbeiten in der Reparaturwerkstatt der Garage und dem angrenzendem Parkaus waren die Einsatzkräfte mit extremen Risiken konfrontiert, die ein direktes Vordringen in das Gebäude unmöglich machten:
• Massive Rauchentwicklung: Die dichte, giftige Rauchwolke zog über das gesamte Dorfzentrum von Zermatt, weshalb die Behörden eine Alertswiss-Warnung herausgaben und die Bevölkerung auffordern mußten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
• Gefährliche Explosionen und Materialien: Im Inneren der Autowerkstatt lagerten leicht entzündliche Betriebsstoffe, Lacke und Reifen, die zu mehreren Detonationen führten und den Brand immer wieder anfachten.
• Extreme Hitze: Aufgrund der enormen Brandintensität konnte die Stützpunktfeuerwehr Zermatt – unterstützt durch die Feuerwehren aus St. Niklaus und Visp – den Brand anfangs nur von außen bekämpfen, um die eigenen Einsatzkräfte vor dem Flammenmeer zu schützen.
• Massiver Personaleinsatz: Neben der lokalen Stützpunktfeuerwehr Zermatt mussten zusätzliche Feuerwehrkräfte aus St. Niklaus und Visp zur Unterstützung angefordert werden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
• Katastrophen-Warnung: Die Rauchentwicklung war so gewaltig, daß das Bundesamt für Bevölkerungsschutz eine offizielle Warnung über Alertswiss für das gesamte Dorfzentrum von Zermatt herausgeben mußte.
• Infrastruktur-Lahmlegung: Der Brand legte wichtige Verkehrsachsen lahm. Sowohl die Zufahrtsstraße als auch die Bahnlinie der Matterhorn-Gotthard-Bahn mußten komplett gesperrt werden, was den autofreien Urlaubsort Zermatt temporär von der Außenwelt abschnitt.
• Evakuierung per Helikopter: Wegen der Schwere der Verletzungen reichte der normale Rettungsdienst nicht aus – die Air Zermatt mußte zwei der drei Verletzten mit Rettungshelikoptern direkt in Universitätskliniken ausfliegen.
(rm)


