Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Die SP Oberwallis (SPO) und Parti socialiste du Valais romand (PSVR) zum Thema Hitze
"Nach dem Hitzesommer: Wo bleibt die Walliser Regierung?"
Die SP Oberwallis (SPO) und Parti socialiste du Valais romand (PSVR) zum Thema Hitze"Nach dem Hitzesommer: Wo bleibt die Walliser Regierung?"

Die SP Oberwallis (SPO) und Parti socialiste du Valais romand (PSVR) zum Thema Hitze

"Nach dem Hitzesommer: Wo bleibt die Walliser Regierung?"
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Die SP Oberwallis (SPO), die Parti socialiste du Valais romand (PSVR) und die sozialdemokratische Fraktion des Grossen Rats fordern mit mehreren Vorstössen in der Septembersession konkrete Antworten auf die “Klimakrise”, wie sie schreiben. Die beiden Parteien äussern sich dazu wiefolgt (kursiv): 

Der Hitzesommer 2026 hat einmal mehr gezeigt: Die Klimakrise ist im Wallis längst Realität. Extreme Hitze belastet Bevölkerung und Arbeitnehmende, Trockenheit setzt unsere Lebensgrundlagen unter Druck und unsere Gletscher verschwinden in immer schnellerem Tempo. Trotzdem blieb eine politische Reaktion der Walliser Regierung auf diesen Sommer weitgehend aus.
Für die SPO, die PSVR und die sozialdemokratische Fraktion ist dieses Schweigen unverständlich. Gerade ein Bergkanton wie das Wallis ist von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen. Es braucht deshalb beides: eine konsequente Bekämpfung des Klimawandels und konkretes Handeln angesichts jener Folgen, die bereits heute Realität sind.

1. Rund 24.5 Millionen angekündigt – nur 4 Millionen budgetiert
Im Februar kündigte der Staatsrat an, 2027 zusätzlich 0,5 Prozent des Staatsbudgets für die neue Klimastrategie bereitzustellen. Beim Budget 2027 von rund 4,9 Milliarden Franken wären das rund 24,5 Millionen Franken.
Im nun vorgelegten Budget sind für neue Massnahmen der Klimastrategie jedoch lediglich 4 Millionen Franken vorgesehen. Auch das in der Klimarisikostrategie angekündigte Aktionsprogramm 2026–2029 wurde bis heute nicht öffentlich präsentiert. Bemerkenswert ist dabei die Doppelrolle von Staatsrätin Franziska Biner, die sowohl für die Klimastrategie als auch für die Finanzen zuständig ist.
«Im Februar wurden zusätzliche Mittel von rund 24,5 Millionen Franken für die Klimastrategie in Aussicht gestellt. Im Budget finden wir für neue Massnahmen gerade einmal 4 Millionen. Der Staatsrat muss erklären, wie das zusammenpasst und wie er seine eigene Klimarisikostrategie umsetzen will», sagt Émilie Teixeira, Chefin der sozialdemokratischen Fraktion im Grossen Rat.

2. Vier Vorstösse in der kommenden Session
Die sozialdemokratische Fraktion bringt deshalb in der kommenden Session vier parlamentarische Vorstösse ein.
Eine dringliche Interpellation verlangt Antworten auf die fehlende politische Reaktion nach dem Hitzesommer, die Umsetzung der Klimarisikostrategie und die dafür vorgesehenen Mittel im Budget 2027. Eine weitere dringliche Interpellation zum Schutz der Arbeitnehmenden bei extremer Hitze fordert konkrete Massnahmen für Beschäftigte im Baugewerbe und Bauhandwerk – bis hin zu klaren Temperaturgrenzen für schwere körperliche Arbeiten im Freien.
Mit einem Postulat zur Klimarisikostrategie fordert die Fraktion eine konsequente Umsetzung und eine langfristig gesicherte Finanzierung der notwendigen Massnahmen. Eine Interpellation zum Rückgang der Walliser Gletscher thematisiert die Folgen für unseren Bergkanton – von Naturgefahren und Wasserhaushalt bis zu Infrastruktur und Tourismus.
«Bei uns im Wallis ist die Klimakrise keine abstrakte Debatte. Wir sehen die Veränderungen vor unserer Haustür – bei den Gletschern, in den Bergen und während immer häufigerer Hitzeperioden. Angesichts dieser Entwicklung untätig zu bleiben, ist unverantwortlich. Wir wissen, was auf unseren Kanton zukommt. Jetzt müssen wir handeln», sagt Sebastian Werlen, Vizepräsident der SP Oberwallis und Grossratssuppleant.

3. Handeln statt nur ankündigen
Die Bekämpfung des Klimawandels und die Anpassung an seine Folgen gehören für SPO, PSVR und die sozialdemokratische Fraktion zusammen. Der Kanton muss seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig Bevölkerung, Lebensgrundlagen und Infrastruktur besser vor den bereits absehbaren Folgen schützen.
Der Staatsrat kennt die Risiken und hat zusätzliche Investitionen angekündigt. Nach diesem Sommer reicht es nicht mehr, Strategien zu verabschieden und Massnahmen anzukündigen. Jetzt müssen sie umgesetzt werden.

(pd)

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