Manipulierte Abgasreinigungssysteme
Zwischen Ende Juli und Ende August 2026 wurden in St-Maurice und Gondo drei Fahrzeuge angehalten, deren Abgasreinigungssysteme manipuliert worden waren. In allen drei Fällen ermöglichten die vorgenommenen Veränderungen, die ordnungsgemäsß Funktion der Systeme zur Reduktion von Schadstoffemissionen zu umgehen.
Am 30. Juli, kurz vor 15 Uhr, kontrollierten Mitarbeiter des Schwerverkehrskompetenzzentrums in St-Maurice eine in Portugal immatrikulierte Fahrzeugkombination, die von einem 32-jährigen brasilianischen Staatsangehörigen gelenkt wurde. Die technischen Überprüfungen ergaben Manipulationen an den Steuergeräten des Motors und des Abgassystems.
Am 11. August, kurz nach 15.30 Uhr, hielten die für die Überwachung des nationalen und internationalen Schwerverkehrs zuständigen Einsatzkräfte in Gondo einen in Polen immatrikulierten Lieferwagen an.
Das Fahrzeug wurde von einem 56-jährigen polnischen Staatsangehörigen gelenkt. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass das Abgasreinigungssystem deaktiviert worden war.
Am 26. August, kurz nach 17.30 Uhr, wurde schliesslich in St-Maurice ein in Bosnien und Herzegowina immatrikulierter Lieferwagen mit Anhänger zur Kontrollstelle geleitet. Am Steuer sass ein 44-jähriger bosnischer Staatsangehöriger. Auch bei diesem Fahrzeug stellten die Spezialisten Manipulationen an den elektronischen Systemen der Motor- und Abgassteuerung fest.
In allen drei Fällen wurde mit den Manipulationen dasselbe Ziel verfolgt: Die Fahrzeuge sollten weiterfahren können, ohne daß ihre Abgasreinigungssysteme ordnungsgemäß funktionieren. Solche Eingriffe können unter anderem verhindern, daß die Motorleistung wie vorgesehen reduziert wird, wenn das AUS 32-System (z. B. der Marke) nicht mehr korrekt funktioniert oder der Harnstofflösungs-Tank leer ist.
Die betroffenen Lenker sowie die Verantwortlichen der Unternehmen wurden bei der Dienststelle für Straßenverkehr und Schiffahrt zur Anzeige gebracht. Die ausgesprochenen Sanktionen belaufen sich insgesamt auf nahezu 20’000 Franken. Zudem mußten die Fahrzeuge wieder in einen vorschriftsgemäßen Zustand versetzt werden, bevor sie ihre Fahrt fortsetzen durften.
Die Kantonspolizei Wallis wird ihre gezielten Schwerverkehrskontrollen fortsetzen, wie sie weiter mitteilt. Manipulationen, mit denen Abgasvorschriften umgangen werden, belasten die Umwelt und führen zu unlauterem Wettbewerb gegenüber Transportunternehmen, die sich an die gesetzlichen Bestimmungen halten.
(pd, rm)

