Infoveranstaltung für Zweitwohnungsbesitzer GomsAufschlußreiche Infoveranstaltung von Goms Tourismus AG
Die Obergoms Tourismus AG lud zum Wochenende die Zweitwohnungsbesitzer zu einer Informationsveranstaltung in den Schulhaussaal in Ulrichen ein. Ein Thema neben vielen anderen war die Kurtaxenerhöhung.
Die Veranstaltung war so gut besucht, daß mehrfach nachgestuhlt werden mußte, mehrere neue Stuhlreihen mußten aufgebaut werden, die Tische mit den Auslagen hinten verschoben werden. Es kamen bis 18 Uhr, dem Versammlungsbeginn am Freitagabend fortwährend neue Leute.
Elena Eyholzer, Esther Lagger und Yolanda Hug von der Obergoms Tourismus AG hatten somit anfangs alle Hände voll zu tun. Auch Sonja Dähler ist wieder an Bord, dies nach einem Mutterschaftsurlaub. Samuel Hofmann, Geschäftsführer der OTAG eröffnete schließlich die Versammlung und führte souverän durch die Veranstaltung. Er freue sich über das “zahlreiche Erscheinen”.


Anfang stellte er ein neues Angebot, die Gommer Genußroute, vor. Bei einer Wanderung oder Velotour kann man 3 kulinarische Stopps machen, dies angelehnt an den Landlauf. Somit versucht wohl das Tourismusgebiet – wie viele andere auch – den Sommertourismus auszubauen.
Der Pumptrack Reckingen werde von der IGZW, der Interessengemeinschaft Zweitwohnungsbesitzer Goms mitgetragen. Dafür bedankte sich Hofmann.
Weiter vorgestellt wurde ein neuer hindernisfreier Weg und die Rollski- / Rollbrett-Strecke Oberwald-Reckingen. Und auch der neue Veloweg, der im Sommer gebaut wurde angesprochen.
Und auch das Schwimmbad Reckingen kam zur Sprache.

Kritik an ÖV-Billetten wurde aufgegriffen
Die Matterhorn-Gotthard-Bahn hatte angekündigt, neu nur noch mit hoher Strafgebühr Billett-lösen im Zug möglich zu machen, auch selbst dann, wenn es an der Station gar keinen Billettautomaten gibt.
Einfache und Retourbillette können neu auf anderem Weg gelöst werden. Es hätte viel Kritik von Gästen gegeben, so Hofmann. Daher das neue Angebot. Auch der Schweizerische Beobachter berichtete über den “Streit um Billett-Kauf“. Ebenso das Portal Infosperber, in dem Marco Diener darüber schrieb.
Ranger
Ein Ranger sensibilisiere Gäste und Wildcampierer, erläuterte Hofmann. Durch ihn seien die Zahlungen von Kurtaxen “in die Höhe geschnellt”, führte er weiter aufs.
Schließlich ging er auf die Öffnungzeiten der Touristinformationen Oberwald, Reckingen ein. Ein neuer Standort eröffne in Ulrichen nächsten Sommer.
Medienarbeit / Medienreisen
Medienreisen: Man könne mit “relativ kleinem Input” große Wirkung erzielen, so Samuel Hofmann. In der Schweizer Illustrierten erschien ein großer Bericht. Man täte immer etwas abwägen. Gewisse Medien wollten nur profitieren.
Solche Marketingmaßnahmen seien billiger als teure Inserate. Ein einseitiges Inserat im Tagesanzeiger koste 25.000 Franken, so Hofmann, der weiter erklärte, daß OTAG mit einer nicht unumstrittenen PR-Agentur arbeite. Gretz Communication würde Obergoms Tourismus “unterstützen”.
Suchbegriffe abonniert
Goms, Gommerlauf und gewisse Suchbegriffe abonniert, denn sie könnten “nicht alles lesen”.
Eine Reichweite von 440 Millionen Leuten sei erreicht worden, so Samuel Hofmann, wobei er das nicht ganz selber zu glauben scheint, wie er äußerte. (Anm. d. Red.: Das Thema wäre einen eigenen Artikel wert, was PR-Agenturen und Marketing-Leute so alles ihren Kunden erzählen …)
Wenn etwas in Pomona, Walliser Bote, erscheine, dann würden wohl alle Besucher angezeigt, die auf den Portalen sei, schränkte Hofmann ein.
Gegenwert sei 11 Millionen von diesem “Hebel”, den die Tourismusorganisation mit einem “kleinen Budget” erhalten würde.
Camping Goms, Übernachtungen
Es hätte mehr Übernachtungen trotz weniger Betten gegeben, erläuterte Hofman.
Letztlich sei der Campingplatz negativ in den Schlagzeilen gewesen. Jede Publicity sei gute Publicity könne man aber sonst sagen, so Hofmann zum alten Sprichtwort.
Zuschüsse gibt Goms Tourismus an verschiedene Organisationen, die Mehrwert generieren.
GomsShop
Ein Goms-Shop soll angekurbelt werden, so Hofmann weiter.
Wertschöpfungsstudie
Dann gibt es um die Destinationsstrategie und die Wertschöpfung hierbei.
Was sind die Stoßrichtungen, wo will man hin, das seien Bestandteile beziehungsweise Fragen der neuen Destinationsstrategie, berichtet Hofmann. Entschleunigter Tourismus sei ein Trend, so Hofmann.
Die Angebote sollen geschärft werden. Mobility-Standorte, Busanschlüsse oder ein Ruf-Taxi seien wichtig. Ein Zuhörer spricht davon, mehr Ladestationen wären gut.

Kurtaxen im Obergoms
Jeder, der Einkäufe tätigt oder eine Stromrechnung zahlt oder tankt oder Billette löst, hat es schon bemerkt, alles ist teurer geworden. So auch im Goms. Die Kurtaxe wurde um 25% erhöht.
Schließlich kam es zum heiklen beziehungsweise vermeintlich heiklen Thema der Kurtaxen. Anders als in anderen Tourismusdestinationen gab es hierbei keine Reklamationen, nicht eine einzige, zumindest nicht bei den zahlreich anwesenden Zuhörern der Veranstaltung.
Herdenschutz & Herdenhunde
Im Anschluß wurde auf den Herdenschutz ausführlich eingegangen. Expertin Mara Kluser von der Dienststelle für Landwirtschaft erläuterte, wie die Situation aktuell ist und was dies für Touristen, Einheimische und Zweiwohnungsbesitzer bedeutet.
Es gebe neu eine interaktive Karte, wo sich Herden und Herdenschutzhunde aufhalten.
Beim Wandern könne man das beachten, namentlich auch dann, wenn man einen Hund dabei hat.
Sie erklärte, warum Herdenschutzhunde natürlich auch auf gebietsfremde Hunde losgehen, sie sind so trainiert.
Eine Zuhörerin wollte wissen, ob es Vorfälle mit Herdenschutzhunden gegeben habe. Sie bejahte das und führte aus, daß es bei Bißverletzungen seitens des Arztes immer automatisch gemeldet würden. Man solle, namentlich nicht mit Hunden, etwas Abstand halten.
Ein anderer Zuhörer wollte wissen, warum man die Gebiete, auf denen Herdenschutzhunde eingesetzt weren, nicht eingezäunt werden, auch dies wurde beantwortet nebst weiteren Fragen.


Zweiter Teil folgt: Hubi Blatter
Der dritte Teil der Veranstaltung, nach Samuel Hofman und der Dame vom Herdenschutz, folgt in einem zweiten Teil der Berichterstattung. Denn der dritte Teil sprengte vom Umfang her beide anderen Teile.
Hubert Blatter vom Amt für Jagd, Wild und Fischerei hielt ein Referat…
Remo Maßat


















