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Betrieb bis 80 Jahre möglich
Kernkraftwerke Leibstadt und GösgenBetrieb bis 80 Jahre möglich

Kernkraftwerke Leibstadt und Gösgen

Betrieb bis 80 Jahre möglich
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Die Kriege gegen Rußland und den Iran und die damit verbundenen Unsicherheiten für die Energieversorgung geben der Kernkraft in der Schweiz einen Aufschwung.

Der Bundesrat hat den Bericht in Erfüllung des Postulates 23.4152 „Weiterbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke ermöglichen“ am 13. Mai 2026 verabschiedet. Darin kommt er zum Schluß, daß ein 80jähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich wäre.

Der Bericht in Erfüllung des Postulates 23.4152 Burkart untersucht den Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt während einer möglichen Betriebsdauer von bis zu 80 Jahren.

Stromversorgungs-Sicherheit

Zugleich wird geprüft, inwiefern der Neubau von Kernkraftwerken in der Schweiz die Stromversorgungs-Sicherheit im Winter verbessern könnte. Dies für den Fall, daß der Ausbau anderer emissionsarmer Energie-Lieferanten nicht rasch genug voranschreitet.

Eine Aktennotiz des Bundesamts für Energie (BFE) bestätigte bereits im Jahr 2024 die technische und wirtschaftliche Machbarkeit des Langzeitbetriebs der Schweizer Kernkraftwerke bis zu 60 Jahren. Deshalb wird im Bericht in Erfüllung des Postulates in erster Linie auf eine Betriebsdauer von über 60 Jahren hinaus eingegangen.

Der Bundesrat kommt zum Schluß, daß auch ein 80jähriger Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt technisch möglich und in den allermeisten Fällen auch wirtschaftlich wäre. Eine finanzielle Förderung des Langzeitbetriebs erachtet die Landesregierung derzeit als nicht notwendig.

Laut Bericht dürften sich die für den Langzeitbetrieb erforderlichen Investitionen für technische Nachrüstungen beim Langzeitbetrieb unter realistischen Annahmen zur Strompreis-Entwicklung und der Kosten voraussichtlich wirtschaftlich lohnen.

Nichtwirtschaftliche Risiken ergeben sich aus politischen und regulatorischen Unsicherheiten, beispielsweise durch eine mögliche vorzeitige Stilllegung oder verschärfte Sicherheits-Anforderungen. Stabile regulatorische Rahmenbedingungen sind daher von zentraler Bedeutung.

Die Betreiber betonen zudem, daß der Erhalt von Fachwissen und Fachkompetenzen eine Herausforderung darstellt, insbesondere für den Langzeitbetrieb von Kernkraftwerken.

Versorgungssicherheit im Winter

Der Bericht hält fest, daß der Weiterbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke zusammen mit einem konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien die Import-Abhängigkeit im Winter reduzieren und die Versorgungs-Sicherheit deutlich verbessern kann.

Eine vertiefte Beurteilung dieser Fragestellungen wird im Rahmen der Energieperspektiven 2060 erfolgen.

Strompreis-Erhöhungen: Nochmals 18% teurer

Teuerung von 2,8%?Wer´s glaubt wird selig

(pd, rm)
(Bild: Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG)

 

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