Rücktritt von Guy Parmelin: Kandidiert Michael Graber oder Franz Ruppen?Wer wird Nachfolger von Guy Parmelin?
Kaum ist das Ausscheiden aus dem Bundesrat bekannt geworden, stellt sich schon die Frage der Nachfolge Guy Parmelins. Der SVP-Bundesrat hat seinen Rücktritt erklärt. Nun wird ein Nachfolger für den SVP-Sitz im Bundesrat gesucht. Der könnte aus dem Wallis kommen.
Aus den Reihen der SVP Wallis werden in den Medien nach dem Rücktritt von Guy Parmelin zwei Politiker als mögliche Kandidaten mit Außenseiterchancen genannt:
• Michael Graber: Der Oberwalliser Nationalrat und Rechtsanwalt aus Brig gilt als profiliert, dossierfest und vertritt auf Bundesebene einen klaren, pointierten SVP-Kurs.
• Franz Ruppen: Der aktuelle Walliser Staatsrat (Regierungsrat) und ehemalige Nationalrat bringt wertvolle Exekutiverfahrung aus der kantonalen Regierung mit, was bei Bundesratswahlen oft als starkes Argument gilt.
Wie stehen ihre Chancen tatsächlich?
Die Chancen für einen Walliser SVP-Kandidaten sind bei dieser Wahl am 9. Dezember 2026 eher gering. Das liegt an zwei wesentlichen Faktoren im Bundeshaus:
1. Die Lateiner-Frage: Da Parmelin ein Waadtländer Romand ist, fordert ein Teil des Parlaments wieder eine Vertretung aus der Westschweiz. Die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz gilt hierbei als weitaus bekannteste Favoritin der Romandie. Das Wallis (besonders das deutschsprachige Oberwallis, aus dem Graber und Ruppen stammen) deckt dieses Kriterium im Sinne der klassischen Romandie-Vertretung nur bedingt ab.
2. Starke Deutschschweizer Konkurrenz: Sollte die SVP-Fraktion das Ticket bewußt für die Deutschschweiz öffnen, stehen Schwergewichte wie die St. Galler Ständerätin Esther Friedli oder die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli bereitm die allerdings wegen Unregelmäßigkeiten in ihrem Gesundheitsdepartement zuletzt laufendin kritischen Schlagzeilen stand. Aauch der Name Martullo-Blocher aus Graubünden respektive Herrliberg wird gehandelt oder der profilierte SVP-Politiker Franz Grüter.
Gegen diese national bekannten Figuren hätten die Walliser Vertreter möglicherweise einen schweren Stand in der Bundesversammlung. Doch wie die Vergangenheit zeigt, kann es durchaus Überraschungen geben.
Fazit: Michael Graber und Franz Ruppen sind valabler Teil des erweiterten Kandidatenkarussells, dürften im parteiinternen Nominationsprozess bis zum 23. Oktober 2026 jedoch eher die Rolle von Außenseitern einnehmen.
So oder so wird es spannend: Wer wird der Nachfolger Guy Parmelins?
(rm)
(Bild Guy Parmelin: BK)


