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5 Umweltorganisationen wenden sich wegen Eisgrotte an den Umweltminister
Übergabe von 10’066 Unterschriften an Staatsrat Franz Ruppen5 Umweltorganisationen wenden sich wegen Eisgrotte an den Umweltminister

Übergabe von 10’066 Unterschriften an Staatsrat Franz Ruppen

5 Umweltorganisationen wenden sich wegen Eisgrotte an den Umweltminister
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Fünf Umweltorganisationen haben Staatsrat Franz Ruppen am 4. August 2026 insgesamt 10’066 Unterschriften überbracht. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner fordern das Ende der Eisgrotte am Rhonegletscher, den freien Zutritt zum Gletscher und die vollständige und korrekte Entsorgung sämtlicher Blachen, die benutzt wurden, um das Eis abzudecken. Leider hat der Walliser Umweltminister die Petition nicht persönlich entgegengenommen, so die Umweltschutz-Organisationen, die sich in der Sache wiefolgt äußern (kursiv): 

Mehr als 10’000 Menschen aus dem Wallis und der ganzen Schweiz finden, dass das, was am Fuss des Rhonegletschers passiert, ein Umweltskandal ist! Sie alle haben in den letzten Monaten die Petition «Befreien und schützen wir den Rhonegletscher!» unterschrieben. Mit dieser Petition fordern Mountain Wilderness Schweiz, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL), die Oberwalliser Gruppe Umwelt und Verkehr (OGUV), Pro Natura Wallis und der WWF Wallis vom Walliser Staatsrat, dass

die Eisgrotte am Rhonegletscher endgültig entfernt wird und keine neue Grotte erbaut wird,
der freie und kostenlose Zugang zum Rhonegletscher gewährleistet wird,
die Blachen und die Baumaterialien restlos entfernt und entsorgt werden,
Massnahmen zum Schutz des neu entstehenden Ökosystems ergriffen werden.

Versteckt sich Staatsrat Franz Ruppen hinter den «laufenden Verfahren»?

Mehrere Vorstösse im Walliser Parlament verlangten in den letzten Jahren, dass der Umweltskandal am Rhonegletscher rund um die Eisgrotte und die Tonnen von Polypropylen-Blachen, welche die Eis-Reste schützen sollten, stattdessen aber die Landschaft verschmutzen und zumindest teilweise im Gletschersee landeten, endlich ein Ende hat.

Umweltminister Franz Ruppen hat in seiner Antwort auf die Interpellation im Grossen Rat «Umweltskandal am Rhonegletscher» von Brigitte Wolf (2023.09.270) im September 2023 geantwortet, dass dem Betreiber der Grotte keine Baubewilligung für den Bau der Grotte und damit für die Abdeckung der Rhonegletschers erteilt wurde und dass dieses Dossier Gegenstand eines baupolizeilichen Verfahrens sei. Staatsrat Franz Ruppen wies auch darauf hin, dass ein Verwaltungsverfahren der Dienststelle für Umwelt wegen Missachtung des Gewässerschutz- und des Umweltschutzgesetzes eröffnet wurde.

Seither sind fast drei Jahre vergangen und die Eisgrotte wurde und wird weiterhin betrieben! Gegenüber den Medien verweist Franz Ruppen stets auf die «laufenden Verfahren» und äussert sich nicht weiter zum Umweltskandal am Rhonegletscher. Leider hat er auch die mehr als 10’000 Unterschriften, die am Dienstag der Staatskanzlei in Sitten überreicht wurden, nicht persönlich entgegengenommen.

«Wir warten seit mehreren Jahren auf Antworten»

Carmen Perrin, bildende Künstlerin aus Genf und eine der Initiantinnen der Petition sagt: «Seit mehreren Jahren fordern verschiedenen Organisationen und Politiker:innen den Schutz der Rhone und warten auf eine Antwort des Umweltministers. Mit dieser Petition geben wir ihm die Gelegenheit, endlich zu reagieren. Es stellt sich die dingende Frage: Warum lässt es der Kanton zu, dass der Besitzer der Eisgrotte trotz juristischen Verfahren weitere Eisgrotten errichtet und das Eis weiterhin mit Blachen bedeckt? Zudem gibt es immer noch keinen Beweis, dass es keine Blachen mehr auf dem Gletscherseegrund gibt.»

Brigitte Wolf (Grüne) ergänzt: «Wir erwarten nun endlich eine klare Haltung des Kantons und das Ende der unhaltbaren Situation! Die Forderungen sind klar: keine neue Eisgrotte(n) mehr am Rhonegletscher, freier Zutritt zum Rhonegletscher und vollständige Entsorgung der Blachen und Baumaterialien! Wir hoffen sehr, dass die Petition mit ihren 10’000 Unterschriften ernst genommen wird und unsere Forderungen nicht in einer Schublade verschwinden!»

(Foto oben:

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