Fall eines vermißten finnischen Bergsteigers wird in Italien und der Schweiz untersuchtKleider und Ausrüstung gefunden, aber Bergsteiger nicht
Das Matterhorn liegt bekanntermaßen sowohl auf Schweizer als auch auf italienischem Staatsgebiet – und schon wieder gibt ein Fall zu reden, bei dem es um die Rettungskoordination zwischen den Schweizer Behörden und Italien geht.
Ein finnischer Bergsteiger wird bereits seit vergangenem Freitag vermißt. Die Kantonspolizei Wallis hüllt sich in Schweigen, hat keine Polizeimeldung herausgegeben. Das Schema der Nicht-Kommunikation, Crans-Montana und andere Fälle aus dem Wallis lassen grüßen. Doch wenn das Ausland ins Spiel kommt, bleibt es eben nicht im Wallis.
Wie finnische Medien berichten, war ein Bergsteiger aus Finnland allein zu einer Besteigung des Matterhorns aufgebrochen.
Sowohl die finnische Botschaft in Rom als auch die finnische Botschaft in Bern teilten mit, daß sie mit den italienischen beziehungsweise den Schweizer Behörden in Kontakt stehen.
Möglicher Absturz beim Abstieg vom Matterhorn
Nach Angaben der italienischen Internet-Zeitung Aostasera arbeitet der in den Alpen vermißte finnische Bergsteiger im Tourismus. Seine Frau alarmierte bereits am Freitag die Behörden, nachdem sie ihn nicht mehr erreichen konnte. Zu diesem Zeitpunkt tobte in der Matterhorn-Region ein schweres Gewitter.
Augenzeugen zufolge soll der Bergsteiger den Gipfel zwar erreicht haben. Aber wie jeder Bergsteiger weiß, ist der Abstieg oft schwieriger als der Aufstieg. Aktuell wird befürchtete, daß der Finne beim Abstieg an der Westwand des Matterhorns auf der Schweizer Seite abgestürzt ist.
Auf der Schweizer Seite des Matterhorns wurden jedenfalls die Jacke des Bergsteigers sowie Teile seiner Ausrüstung gefunden.
Weitere Informationen liegen aktuell nicht vor.
(rm)
(Archivbild: Kapo VS)
