Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Führte Streit um Pfründe zu verspäteter Rettung, gab es sogar bereits Todesopfer?
"Die Walliser zeigten sich von der schlechtesten Seite"
Führte Streit um Pfründe zu verspäteter Rettung, gab es sogar bereits Todesopfer?"Die Walliser zeigten sich von der schlechtesten Seite"

Führte Streit um Pfründe zu verspäteter Rettung, gab es sogar bereits Todesopfer?

"Die Walliser zeigten sich von der schlechtesten Seite"
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Ein Fall, über den Sabine Kuster von CH-Media berichtete, ließ bereits aufhorchen. Bei diesem stellte sich die Frage, ob Alpinisten sterben mußten, die nicht gerettet wurden, weil um Zuständigkeiten gerungen wurde.

Nun bringt ein neuer Fall die Angelegenheit abermals ins Rampenlicht. Ein Beckenbruch, der potentiell stets lebensbedrohlich ist, weil er zu inneren Blutungen führen kann.

Hintergrund ist der Streit zwischen Air Zermatt und KWRO einerseits und der Rega, die gerne ins Wallis eindringen will, andererseits. Von Seite der KWRO erhielt sie massiven Widerstand, seit Jahren laufen Prozesse. Es geht um viel Geld und die Frage, ob die Rega vom Walliser Rettungsmarkt ein Stück vom Kuchen abbekommen darf.

Zeitfaktor: Zeit entscheidet bei Rettungen über Leben und Tod

Daß eine Alpinistin sie über eine Stunde im Schnee auf den Rettungshelikopter warten mußte, beschrieb sie im Blick mit den Worten „Die Walliser zeigten sich von der schlechtesten Seite“. Die Rega wäre in 5 Minuten vor Ort gewesen. Doch sie wurde nicht aufgeboten.

Rega-Helikopter-Chef Philipp Simmen äußert dazu im Blick: Die Rega-Crew hätte zum Alarmzeitpunkt, ohne zu landen, direkt weiter zum Einsatzort fliegen und die Patientin innert 5 Flugminuten erreichen können.“

Dies hätte auch die KWRO – die Kantonale Walliser Rettungs-Orgnisation, wissen müssen. „Im Einsatzleitsystem war dieser Rettungshelikopter auch für andere Einsatzorganisationen als ‹grün› sichtbar und damit einsatzbereit“, so der Leiter Helikopter-Einsatz der Rega.

Jahrelanger Streit

Pikant dabei: Die KWRO bekämpft seit Jahren den Markteintritt der Rega ins Wallis, die Rega klagt dagegen seit Jahren. Air Zermatt-Chef Philipp Perren kontert und war in einem zweiseitigen 20-Minuten-Interview der Rega „rufschädigendes und strafrechtlich relevantes“ Verhalten vor.

Es fragt sich: Kostet der Kampf um die Pfründe im Wallis irgendwann mehr als Geld oder Unbill und lange Wartezeiten, kommt es irgendwann zu einem Todesfall. Oder hat es sogar bereits Todesfälle gegeben:

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Remo Maßat

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