Hausdurchsuchung bei Raiffeisen-Tochter Avalua"Das ist halt Wallis"
Avalua ist eng mit der Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn verbunden: Die Firma ist Tochtergesellschaft von fünf Oberwalliser Raiffeisenbanken und hat als Sitz St. Niklaus nebst anderen Standorten im Oberwallis.
Nun gab es eine Hausdurchsuchung der Staatsanwaltschaft Oberwallis, was für Schlagzeilen sorgte.
Mit hinein spielte auch die Abstimmung über die Erlebnisbank-Halle, die Saastalhalle, wie sie auch heißt. Es ging um viele viele Millionen Franken des Projekts dessen Kosten von maximal 9 Millionen auf 14 Millionen gestiegen waren und sogar noch weiter zu steigen drohten. Der Steuerzahler riß in 4 Gemeinden des Saastals jedoch die Reißleine. Weitere Millionen wurden anfang diesen Monats deutlich an der Urne verworfen. Auch hier gab es Verstrickungen finanzieller Art, die “Erlebnisbank” Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn ist Namensgeber und Hauptkreditgeber und auch personelle und wirtschaftliche Verquickungen gab und gibt es beim Eishockeyverein und Baufirmen sowie wohl auch mit Avalua.
Im Gespräch mit Bankenprofessor Hans Geiger thematisiert Journalist Lukas Hässig die Vorfälle. Und wirft auch die Frage auf, wozu die Raiffeisen Mischabel-Matterhorn (nebst anderen) überhaupt eine Tochter namens Avalua hat.
“Mit der Gründung der Avalua AG wurde allen Banken im Regionalverband die Möglichkeit geboten, sich an der AG zu beteiligen. Von 7 Banken haben 6 davon profitiert und so konnte die AVALUA AG erfolgreich im Oberwallis Fuss fassen. Durch die Avalua AG wurde der nächste Schritt zur ganzheitlichen Beratung (alles aus einer Hand) gemacht”, heißt es seitens der Raiffeisen.
Die Razzia bei der Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn-Tochter habe mit Raiffeisen nichts zu tun, sagt Hans Geiger, Kontrolle mit interner und externer Revision funktioniere, ein Treuhandbüro zu besitzen sei legal. Aber gleich die Polizei im Haus?
Es sei halt Wallis, Walliser halt, meint der Bankenprofessor Hans Geiger.
