Gemeinderatswahlen VispVier Fragen an Sebastian Weyermann (SVP):
1. Herr Weyermann, wofür stehen Sie politisch?
Ich stehe für eine bürgernahe, verantwortungsvolle und eigenständige Gemeindepolitik. Mir ist wichtig, dass die Anliegen der Bevölkerung ernst genommen werden und Entscheidungen mit Augenmass getroffen werden. Dazu gehören für mich insbesondere Familienfreundlichkeit, Eigenverantwortung und gesunde Gemeindefinanzen.
Ich möchte, dass unsere Gemeinde ein attraktiver Wohn- und Lebensort für Familien, ältere Menschen und das lokale Gewerbe bleibt. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die Gemeinde mit den ihr anvertrauten finanziellen Mitteln sorgfältig umgehen und Prioritäten setzen muss. Nicht alles, was wünschenswert ist, muss auch sofort umgesetzt werden.
2. Welche Anliegen möchten sie im Gemeinderat vertreten?
Ein wichtiges Anliegen ist für mich, dass die Interessen von Baltschieder auch nach der Fusion angemessen vertreten werden. Mit der Fusion entsteht eine neue Gemeinde, trotzdem sollen die einzelnen Ortsteile ihre Traditionen, ihre Identität und ihre Anliegen behalten. Ich möchte deshalb darauf achten, dass Entscheidungen nicht nur aus Sicht des Zentrums getroffen werden, sondern die Bedürfnisse von Baltschieder und Eggerberg ebenfalls berücksichtigt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist für mich eine moderne, gut unterhaltene und zukunftsfähige Infrastruktur. Dazu gehören für mich insbesondere gute Verkehrswege, öffentliche Einrichtungen und eine zuverlässige Versorgung. Gerade bei Investitionen ist mir wichtig, dass diese sinnvoll priorisiert, langfristig geplant und finanziell tragbar sind.
Als Familienvater ist mir zudem eine familienfreundliche Gemeinde wichtig. Familien sollen sich in unserer Gemeinde wohlfühlen und gute Rahmenbedingungen vorfinden.
3. Welches ist das wichtigste Projekt in der kommenden Legislaturperiode
im Gemeinderat?
Das wichtigste Projekt wird für mich die erfolgreiche Umsetzung der Fusion von Visp, Baltschieder und Eggerberg sein. Mit dem 1. Januar 2027 entsteht eine neue Gemeinde mit übergeordneten Strukturen und gleichzeitig drei Ortsteilen mit eigener Geschichte und Identität.
Die Herausforderung besteht darin, die neue Gemeinde effizient zu organisieren, ohne die Anliegen der einzelnen Dörfer aus den Augen zu verlieren. Dazu gehören für mich eine sorgfältige Zusammenführung der Verwaltungen, eine verantwortungsvolle Finanzplanung, eine gute Infrastrukturplanung und vor allem ein enger Austausch mit der Bevölkerung.
Die Fusion soll nicht nur organisatorisch funktionieren, sondern für die Bevölkerung einen konkreten Mehrwert bringen. Dabei möchte ich mich dafür einsetzen, dass die neue Gemeinde ihre Möglichkeiten nutzt, gleichzeitig aber die Eigenheiten und die Identität von Baltschieder und Eggerberg erhalten bleiben.
4. Wie hoch soll der Steuerfuss der fusionierten Gemeinde im nächsten
Jahr sein?
Ich setze mich für einen Steuerkoeffizienten von 1.0 ein. Die Fusion darf aus meiner Sicht nicht zum Anlass genommen werden, die Steuerbelastung unnötig zu erhöhen. Die Bevölkerung muss darauf vertrauen können, dass mit den Steuergeldern sorgfältig und verantwortungsvoll umgegangen wird.
Gleichzeitig muss die neue Gemeinde finanziell solide aufgestellt sein und notwendige Investitionen langfristig finanzieren können. Deshalb braucht es eine klare Priorisierung der Ausgaben und eine transparente Finanzplanung.
Für mich bedeutet eine verantwortungsvolle Finanzpolitik: notwendige Investitionen ermöglichen, gleichzeitig aber die Steuerbelastung für die Bevölkerung im Auge behalten. Ein Steuerkoeffizient von 1.0 ist deshalb mein klares Ziel.
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